Es hatte sich angedeutet: Manaf Nurudeen stand bei der AS in Lommel zwischen den Pfosten, Marco Hiller nahm nach seiner am vergangenen Wochenende erlittenen Gehirnerschütterung zunächst nur auf der Bank Platz. Auch Mark Müller und Oriol Busquets wurden von AS-Trainer Bruno Pinheiro aus der Startelf rotiert. Dafür begannen Gabriel Bares und Amadou Keita. Der portugiesische Neuzugang Kikas musste bei der AS zunächst mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Der Katarer Mashaal war wie erwartet noch nicht im Kader.
Die erste Chance der Partie gehörte den Gastgebern. Nach einer Ecke von links zwang Banguera Eupens Schlussmann Nurudeen mit einem aufsetzenden Kopfball zu einer Parade. Der Ghanaer lenkte den Ball über den Querbalken. Kurz darauf sorgte ein Distanzschuss aus der zweiten Reihe für die nächste Gefahr, doch Nurudeen war erneut auf dem Posten und klärte im Nachfassen.
Den ersten Abschluss auf das Tor der Gastgeber verzeichnete Zakaria Atteri in der 17. Minute. Der Versuch stellte jedoch kein Problem für Lommels Keeper Ivezic dar, der den Ball sicher aufnahm. Drei Minuten später hebelte Logan Delaurier-Chaubet mit einem feinen Pass die Lommeler Hintermannschaft aus. Nuhu kam beim Abschluss zu Fall, nachdem er leicht behindert worden war – zu wenig für einen Strafstoß, befand der niederländische Schiedsrichter Perez.
Im Gegenzug hatte Lommel die große Chance zur Führung: Nach einer Flanke von links setzte Dries Wouters den Kopfball völlig frei stehend jedoch nur an den rechten Pfosten.
In der 28. Minute erwies sich Wouters zunächst als Retter in der Not für Lommel, nachdem den Limburgern ein Fehler im Spielaufbau beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Die anschließende Ecke nutzten die Gäste jedoch zur Führung: Im zweiten Anlauf traf der Ghanaer Nuhu zum 1:0 für die Ostbelgier – bereits sein siebter Saisontreffer.
Rund zehn Minuten später bot sich Atteri aus gut 20 Metern die Chance auf das 2:0, doch Lommels Schlussmann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke. Diese sollte den Limburgern erneut zum Verhängnis werden: Logan Delaurier-Chaubet bediente Nuhu am ersten Pfosten, der das Leder völlig frei stehend in den Winkel hämmerte.
Eupens Trainer Bruno Pinheiro hatte vor der Saison mit Nuhu vereinbart, ihn zu einem kompletteren und vor allem torgefährlicheren Spieler zu entwickeln – gemessen an seiner aktuellen Trefferquote ist ihm das bereits gelungen. Mit der 2:0-Führung der Ostbelgier ging es in die Pause.

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff kam Eupen mit starkem Umschaltspiel zu einer ersten Chance. Der Franzose Delaurier-Chaubet kam zum Abschluss, setzte den Ball jedoch deutlich am Kasten der Gäste vorbei. Nach einer Stunde wechselte der SK Lommel gleich viermal. Auf Eupener Seite kam wenig später Mark Müller für Kevin Möhwald.
Rund 20 Minuten vor dem Ende wurde Lommel gefährlich vor dem Eupener Tor. Der eingewechselte Vancsa zog von der Strafraumgrenze ab und ließ Nuhu im Eupener Tor keine Abwehrchance (1:2).
Beflügelt durch den Anschlusstreffer witterte Lommel seine Chance. Eupens Trainer reagierte mit einem Doppelwechsel: Kikas feierte seine Premiere im Eupener Dress, zudem kam Bitumazala in die Partie. Atteri und Nuhu hatten Dienstschluss.
In der 77. Minute folgte ein weiterer Doppelwechsel auf Seiten der Ostbelgier: Kennedy und Bokadi sollten die Defensive stabilisieren. Der Druck der Hausherren blieb jedoch weiterhin hoch. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte ein Eupener Konter für etwas Entlastung, bei dem Kikas aufblitzen ließ, warum er nach Eupen geholt worden ist.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Sam De Grand den Ausgleichstreffer. Und es kam noch schlimmer für Eupen: Mit der letzten Aktion der Partie sicherte sich Lommel dank eines Treffers von Rommens tatsächlich noch einen 3:2-Heimsieg.
Am Dienstag geht es für die AS mit einem Heimspiel gegen Lokeren weiter.
Christophe Ramjoie