Nach acht intensiven Tagen ist das Trainingslager der AS Eupen auf dem Campus von Paris Saint-Germain beendet. Den sportlichen Schlusspunkt bildete ein Testspiel gegen die U23 des französischen Spitzenklubs, das die Ostbelgier nach einer 2:1-Pausenführung noch mit 2:3 verloren. Unabhängig vom Ergebnis fällt das Fazit von AS-Direktor Christoph Henkel jedoch durchweg positiv aus.
"Ich stehe noch hier auf dem Trainingsgelände mit Blick auf die Plätze - und das ist wirklich sehr beeindruckend", sagte Henkel unmittelbar nach dem letzten Spiel. Besonders die infrastrukturellen Möglichkeiten hätten optimale Trainingsbedingungen geboten: "Wenn man bedenkt, dass das Wetter zu Beginn schwierig war und sogar noch Schnee lag, konnten wir trotzdem unter bestmöglichen Bedingungen trainieren."
Für Mannschaft und Staff sei das Trainingslager ein besonderes Erlebnis gewesen. "Für alle war es etwas Großes, diese Anlage nutzen zu dürfen", so Henkel. Gleichzeitig habe die intensive Arbeit dazu beigetragen, den Fokus klar auf die bevorstehenden Aufgaben zu richten. "Ich glaube, wir sind jetzt gut gewappnet für die restlichen Spiele und für unser großes Saisonziel - die Playoff-Plätze."
Mit Blick auf die Rückrunde zeigt sich der AS-Direktor zuversichtlich. "Wir haben uns gut vorbereitet und freuen uns sehr auf das erste Spiel. Der volle Fokus liegt jetzt auf dieser Aufgabe", betonte Henkel. Am kommenden Samstag empfangen die Ostbelgier den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter der Serie Beveren.
Auffällig ist bislang, dass es auf Spielerseite noch keine Wintertransfers gegeben hat. Der technische Staff wurde hingegen erweitert, unter anderem durch einen Ernährungsberater. "Wichtig war zunächst, dass wir die Spieler, die da sind, bestmöglich vorbereiten", erklärte Henkel. "Ich denke, das ist hier sehr gut gelungen. Die Mannschaft hat sich gut präsentiert, und wir können optimistisch in die kommenden Wochen gehen." Ob und in welchen Bereichen es noch personelle Verstärkungen geben wird, ließ er offen: "Die sportliche Planung ist in sehr guten Händen. Wenn Entscheidungen fallen, werden wir darüber informieren."
Ein besonders positives Signal sei die Rückkehr von Gaëtan Hendrickx, der nach einem Wadenbeinbruch über ein halbes Jahr nicht mehr gespielt hatte und nun wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. "Gaëtan ist ein sehr wichtiger Spieler für unser Spiel und unsere Struktur", so Henkel. "Nach dieser langen Pause braucht es natürlich Zeit, aber es ist sehr wertvoll, ihn wieder näher an die Mannschaft heranzuführen."
Für die verbleibenden Spiele in der Challenger Pro League gibt Henkel die Richtung klar vor: "Weiterentwicklung gelingt nur mit harter Arbeit. Wir gehen von Spiel zu Spiel und versuchen, das Maximum herauszuholen." Das Trainingslager in Paris habe dafür eine wichtige Grundlage geschaffen.
Radio-Interview mit AS-Direktor Christoph Henkel im Audio-Player:
Christophe Ramjoie