Besonders aufregend: An diesem Tag war Luca, 12 Jahre alt, zum ersten Mal dabei. "Ein Traum, für die AS zu spielen", sagte er strahlend. Vorher hatte er jahrelang beim FC Walhorn gespielt, bis es irgendwann nicht mehr möglich war.
Die Idee für das Projekt entstand aus persönlicher Erfahrung: Regina Pongers, selbst Mutter eines autistischen Sohnes, ist mit der ganzen Familie nach Ostbelgien gezogen und auf der Suche nach einem passenden Fußballangebot für ihren Sohn. Viele Vereine lehnten zunächst ab - oft aus Zeitmangel oder wegen des organisatorischen Aufwands. Doch bei der AS Eupen stieß sie auf offene Ohren. Mit ihrer langjährigen Erfahrung beim FC Brügge, wo sie jahrelang mit Kindern trainiert hatte, brachte sie das nötige Know-how mit, um das Projekt erfolgreich zu starten.
"Es macht mich stolz, dass die Kinder so viel Freude haben und dass wir ihnen eine Möglichkeit geben können, regelmäßig Fußball zu spielen, ohne den hohen Druck normaler Vereine", sagt Pongers. Das Training ist bewusst als Freizeitangebot gestaltet: kleine Mannschaften, wenig organisatorischer Druck, ab und zu ein Spiel oder Turnier - genau das, was viele Kinder mit ADHS oder Autismus brauchen.
Bereits nach wenigen Wochen wächst das Projekt: Jede Woche stößt ein neues Kind hinzu, und die Hoffnung ist groß, in Zukunft mehrere Mannschaften aufbauen zu können. Auch die Eltern reagieren begeistert auf das Angebot: "Es ist schön zu sehen, wie glücklich die Kinder sind - und wie dankbar die Eltern für diese Möglichkeit."
Bei den "Pandas United" zählt vor allem der Spaß am Spiel und das ist deutlich spürbar.
Christophe Ramjoie