Der Start der 49. Biathlon-Weltcupsaison markiert für den belgischen Biathlon-Verband ein besonderes Jahr. Die Delegationen der Männer und Frauen sind so groß wie nie zuvor - ein Zeichen für die starke Entwicklung des belgischen Biathlons.
Verbandspräsident Philipp Heck zeigt sich äußerst zufrieden mit dem sportlichen Fortschritt des belgischen Biathlons. "Die Arbeit der letzten Jahre zahlt sich aus. Wir haben jetzt eine relativ dichte Kaderstruktur, und das sportliche Niveau entwickelt sich stetig weiter." Er betont, dass Belgien erstmals sowohl bei Männern als auch Frauen über vier Weltcup-Quotenplätze verfügt - ein historischer Schritt.
Der dadurch entstehende interne Konkurrenzkampf wirkt sich laut Heck positiv aus. "Spitzensport hat immer mit Durchsetzungsvermögen zu tun. Wir sind positiv überrascht von der Mentalität unserer Sportlerinnen und Sportler." Das Team wachse an der neuen Situation, und sowohl Trainer als auch Betreuer meldeten ausschließlich positive Eindrücke zurück.
Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele im Februar gibt sich Heck optimistisch. Er hält es für möglich, dass Belgien erstmals drei Athletinnen oder Athleten entsenden kann. "Die Chance besteht - und am Ende sollen die besten Sportler zu Olympia fahren."
Sportlich sieht er Thierry Langer klar als aktuelle Nummer eins. "Er hat seine Qualifikation praktisch sicher." Dahinter folgen Florent Claude sowie Marek Mackels, der zuletzt große Fortschritte gemacht hat. Auch junge Athleten übten zusätzlichen Druck aus und sorgten für eine breite Leistungsbasis. Bei den Frauen ist Marisa Emonts derzeit die einzige fest etablierte Weltcupstarterin, während Rieke De Maeyer noch über den IBU-Cup um ihre Chance kämpfen muss.
Eine Schlüsselrolle in dieser positiven Entwicklung spielt für Heck das Biathlonzentrum in Elsenborn. Er betont, dass das Projekt anfangs belächelt wurde, sich aber als voller Erfolg erwiesen habe. "Man sieht, dass diese Anlage Früchte trägt. Unsere Nachwuchsathleten erzielen starke Resultate, etwa bei nationalen Rennen in Frankreich."
Durch die moderne Infrastruktur und ein gut aufgestelltes Trainerteam könne Belgien inzwischen professionell arbeiten. Heck ist überzeugt, dass sich der Biathlonsport langfristig in Belgien und besonders in Ostbelgien etablieren wird.
Christophe Ramjoie