Mit einem neuen Fokus auf Mentaltraining betritt der TTC Elsenborn Neuland. Während Technik, Taktik und körperliches Training seit Jahrzehnten etabliert sind, wurde die mentale Komponente bisher weitgehend vernachlässigt. Mit dem Mentalcoach Mischa Sarlette, der ursprünglich aus dem Fußball kommt, will man diesen Bereich nun gezielt stärken.
Ziel des Workshops ist es, die Spielerinnen und Spieler für mentale Aspekte des Sports zu sensibilisieren - etwa für die Frage, was sie im Wettkampf kontrollieren können und was nicht. Es geht darum, die eigenen Stärken und Schwächen besser zu verstehen, klare Ziele zu setzen und den inneren Umgang mit Fehlern zu verbessern.
Am Workshop nehmen 25 Tischtennisspieler teil, viele davon aus Elsenborn. Doch der Fokus liegt nicht darauf, andere Vereine zu übertreffen, sondern die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen zu fördern - auch, weil Siege gut für die Psyche sind und die Freude am Spiel steigern.
Das Mentalcoaching ist bewusst in drei Phasen gegliedert: ein allgemeiner Einstieg, ein Workshop zum Umgang mit Fehlern und schließlich ein Abschluss, in dem über die Integration der mentalen Techniken in den Trainingsalltag gesprochen wird. Zudem wird ein freiwilliges Einzelcoaching angeboten, um noch individueller auf die Bedürfnisse der Spieler eingehen zu können.
Zufrieden ist der TTC Elsenborn dann, wenn möglichst viele das Angebot nutzen - besonders auch das Einzelcoaching. Ob sich der Effekt in konkreten Ergebnissen zeigt, bleibt offen, doch der Verein hofft, dass die Spieler sich mental gestärkt fühlen, fokussierter auftreten und Spiele gewinnen, die sie zuvor knapp verloren hätten.
Ausführliches Radio-Interview mit Mentalcoach Mischa Sarlette und Francis Maraite vom TTC Elsenborn im Player:
Christophe Ramjoie