Die Enttäuschung über die Leistung am vergangenen Wochenende sitzt tief, nicht nur bei den Fans, sondern ganz besonders bei Trainer Bruno Pinheiro. Der Portugiese fand in der Nachbereitung klare Worte, stellte die Haltung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit in Lierse offen infrage und kündigte Konsequenzen an. "Wir haben eine Antwort von der Mannschaft erhalten – leider war es nicht die, die wir gebraucht hätten."
Pinheiro, der sachlich und analytisch auftritt, lässt keinen Zweifel daran: Er war nicht zufrieden, weder mit der Einstellung noch mit der Körpersprache seiner Spieler. Die Leistung gegen Lierse bezeichnete er als "falsches Signal".
Und genau das will er vor dem Heimspiel gegen die RSCA Futures nicht stehen lassen. Änderungen in der Startelf sind sicher. Gegen die Nachwuchskicker der RSCA Futures werden Nicolas Gavory, Gaetan Hendrickx, Amadou Keita und Nathan Bitumazala weiterhin verletzt ausfallen.
Bokadi ist noch nicht fit genug. Hinzu kommen die beiden Ausleihen von Luca Chavet nach Namur und Luca Dalla Costa nach Lecce. Beide sollen gestärkt aus ihren Leihen zurückkommen, um der AS zu einem späteren Zeitpunkt helfen zu können. Momentan ist der Konkurrenzkampf im Kader einfach zu groß und die Leihe scheint eine ideale Lösung.
Die AS Eupen hat personell nachgelegt. Mit Gabriel Barès wurde unter der Woche ein neuer Spieler verpflichtet, der Stabilität ins defensive Mittelfeld bringen soll. Der 25-jährige Schweizer kommt vom spanischen Zweitligisten Burgos CF an den Kehrweg. Barès gilt als zweikampfstark, laufintensiv und taktisch diszipliniert – also genau jener Spielertyp, der Eupen im Zentrum zuletzt gefehlt hat. Ob er gegen Anderlecht schon im Kader steht, wird sich kurzfristig entscheiden.
Christophe Ramjoie
Immerhin ist die AS Eupen nach der Halbzeit noch auf 2:3 rangekommen. Ich wünsche für Samstag viel Glück und Erfolg!