Der Glaube versetzt ja bekanntermaßen Berge, aber der Glaube an die verschwindend geringe Möglichkeit, doch noch an der Endrunde um den Aufstieg in die 1. Division A teilzunehmen, hält sich bei AS-Trainer Mersad Selimbegovic doch sehr in Grenzen. "Es gibt ein Spiel, auf das wir uns konzentrieren sollen. Irgendwie liegt es nicht nur in unserer Hand. Wir haben viel zu viel versemmelt, dass wir da jetzt noch die großen Sprüche raushauen."
Um überhaupt noch für die Aufstiegsrunde in Frage zu kommen, sind Siege der AS zwingend notwendig. Nach zwei Siegen in Folge wäre ein weiterer Sieg beim SK Beveren eine Premiere in dieser Saison, denn drei Siege in Folge gab es noch nicht. "Wir wollen jetzt mal probieren, einen dritten Sieg in Folge einzufahren. Wir haben es aber mit einem sehr guten und sehr erfahrenen Gegner zu tun. Es ist die erfahrenste Mannschaft dieser Liga."
Erfahrener Christian Brüls
Einer der erfahrensten Akteure beim SK Beveren ist sicher auch der Ameler Christian Brüls, der seit seinem Wechsel schon zehn Mal für den SK Beveren aufgelaufen ist und beim Fünften der Serie für einen Assist gut war.
Bei Eupen hat sich die Personalsituation im Vergleich zum letzten Wochenende nicht verändert. Auch im Tor wird wohl weiterhin auf Tom Roufosse, die eigentliche Nummer drei, gesetzt werden. "Es gibt keinen Grund, die Karten neu zu mischen."
Nach dem geschafften Klassenerhalt ist es aber schon Zeit, die Weichen für die neue Saison zu stellen. 17 Verträge laufen am Kehrweg aus. Die Lizenz für die kommende Spielzeit ist in der Tasche. Die Frage, wie der neue Investor am Kehrweg einsteigen wird, soll in nicht allzu ferner Zukunft geklärt werden.
Die Frage ist, wer von den Spielern, die zum Saisonende keinen Vertrag mehr in Eupen haben, bleiben soll. "Es gibt schon Gespräche mit Spielern, deren Verträge auslaufen, die wir gerne hier behalten möchten. Es gibt auch Spieler, die gerne hier bleiben. Aber wir sind erst am Anfang der Gespräche."
Es sind also noch spannende Wochen, die auf den einzigen ostbelgischen Profi-Fußballclub warten.
Christophe Ramjoie