AS Eupen gegen Union Saint-Gilloise wieder in der Außenseiterrolle

Mit der Favoritenrolle hat sich die AS Eupen in den letzten Wochen schwer getan. Gegen zwei der drei direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gab es jeweils eine Niederlage. Nun ist die AS Eupen gegen Europa League-Teilnehmer Union Saint-Gilloise am Sonntag wieder in der Außenseiterrolle.

Kehrwegstadion (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Bild: Bruno Fahy/Belga

In dieser Außenseiterrolle sieht AS-Torwart Lennart Moser „vielleicht einen psychologischen Vorteil“. Etwas anderes ist allerdings noch bedeutender: „Ich denke aber, dass der größte Vorteil ist, dass die (Union Saint-Gilloise, Anm. d. Red.) in der Europa League spielen. Die Erfahrung habe ich in der Vergangenheit gemacht, dass da die Teams vielleicht die ersten Minuten verschlafen oder ihnen am Ende auch die Power ausgeht,“ sagt Moser. Wie viel Kraft das Spiel gegen Malmö das Team von Union Saint-Gilloise unter der Woche gekostet hat, wird sich Samstag zeigen.

Die AS steht trotz des mäßigen Saisonstarts immer noch auf einem Nicht-Abstiegsplatz, auch weil die Konkurrenten im Tabellenkeller ebenfalls patzten. In puncto Abstiegskampf kennt der deutsche Schlussmann der AS sich aus. Mit Cercle Brügge hat Moser – damals auch unter Trainer Storck – die Mannschaft in einer noch aussichtsloser scheinenden Situation vor dem Abstieg bewahrt. Vielleicht kommt daher auch die Coolness des Keepers, weil die Saison ja noch immer jung ist.

Ein Erfolgserlebnis der Mannschaft vor der Länderspielpause ist am Familientag der AS Eupen sicherlich ein Plus, auch um die Ruhe innerhalb der Mannschaft wahren zu können. Bernd Storck sprach bei der Abschlusspressekonferenz vor dem Spiel gegen Union von einer angespannten Situation innerhalb der Mannschaft, mit der das Team aber auch umgehen muss. Im Umgang mit Stress helfen in Fußballerkreisen bekanntlich Erfolge und so einen Erfolg möchte die Mannschaft am Sonntag einfahren.

Christophe Ramjoie