Gegentor in letzter Sekunde: Flames scheitern ganz knapp im Viertelfinale

Die Red Flames sind bei der Europameisterschaft ausgeschieden. Die belgische Nationalmannschaft der Damen musste im Viertelfinale eine 0:1-Niederlage gegen Schweden hinnehmen. Der entscheidende Treffer fiel erst in der Nachspielzeit.

Red Flames scheitern in letzter Sekunde (Bild: David Catry/Belga)

Red Flames scheitern in letzter Sekunde (Bild: David Catry/Belga)

Gegen Schweden nahm Nationaltrainer Ives Serneels ein paar Veränderungen in der Startelf vor. Laura De Neve nahm wieder den Platz in der Defensive ein. Außerdem rückten Marie Minnaert und Laura Deloose in die Elf vor.

Im in Manchester spielten die Flames nicht nur auf defensive Stabilität. Die Flames setzten auch offensive Akzente, spielten mit und erspielten sich auch Chancen. Die Schwedinnen, als klare Favoritinnen, sorgten auf ihrer Seite dafür, dass den Zuschauern im Stadion ein spannendes Spiel geboten wurde.

Nach 24 Minuten ging es dann schnell für Schweden. Mit einem Pass wurde die gesamte belgische Abwehr ausgehebelt. Glück für die Flames: Das aus dem Angriff resultierende Tor war aus einer Abseitsposition.

Sechs Minuten später hatten dann auch die Flames eine gute Torchance. Über Tessa Wullaert landete der Ball bei Tine De Caigny. Ihr Schuss ging neben das Tor. In dieser Überzahlphase war mehr drin.

Im Gegenzug ließen aber auch die Schwedinnen wieder zwei große Chancen liegen. Nach einer Ecke warfen sich die Belgierinnen zunächst quasi auf der Torlinie in eine Reihe von Schüssen. Danach ein ähnliches Bild nach einem Freistoß. Es blieb bis zur Halbzeitpause beim 0:0.

Bild: Franck Fife/AFP

In der zweiten Halbzeit drückten die Schwedinnen mehr. Die Flames versuchten eher, zu kontern. Meistens ging es jedoch zu langsam und zu unpräzise nach vorne. Im Laufe der zweiten Halbzeit flachte die Partie ab. Chancen wurden Mangelware.

Erst nach 70 Minuten meldeten sich die Favoritinnen zurück. Nicky Evrard, im Tor der Flames, hielt dabei ihr Tor mit einer starken Parade sauber. Nach zwei gehaltenen Elfmetern in der Gruppenphase wahrte Evrard also auch im Viertelfinale die Hoffnungen.

In der 81. Minute hatte dann die eingewechselte Elena Dhont die erste richtige offizielle Torchance. Ihr Schuss von der halbrechten Seite landete aber am Außennetz. Viel fehlte dabei nicht.

Die Entscheidung fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Nach einer Ecke für Schweden schafften es die Flames nicht, den Ball zu klären. Am Ende war es Linda Sembrant, die den Ball über die Linie drückte.

Nach der nächsten Aktion war die Partie vorbei. Schweden sichert sich den Platz im Halbfinale. Für die Flames ist im Viertelfinale Schluss.

sporza/re