Keine glückliche Liga-Reform aus Sicht der AS Eupen

Ab der Saison 2023-24 wird die 1. Division nur noch aus 16 und nicht mehr aus 18 Mannschaften bestehen. Darauf hat sich die Vollversammlung der Pro League am Freitag geeinigt. Das heißt, dass in der nächsten Saison drei Mannschaften aus der 1. Division absteigen werden. Bei der AS Eupen stößt die Reform auf wenig Begeisterung.

AS-Direktor Christoph Henkel (Bild: John Thys/Belga)

AS-Direktor Christoph Henkel (Bild: John Thys/Belga)

Ab der Saison 2023/2024 kämpfen die Top 6 weiterhin in den Champions-Play-offs unter anderen um den Meistertitel und Tickets für die internationalen Wettbewerbe. In den Play-offs werden dabei weiterhin die in der regulären Saison erspielten Punkte halbiert.

Die Tabellenplätze sieben bis zwölf qualifizieren sich für eine mögliche Teilnahme an den Europe-Play-offs. Die vier Mannschaften, die auf den Tabellenplätzen 13, 14, 15 und 16 landen, kämpfen nach der regulären Saison um den Klassenerhalt.

Der Sieger der Abstiegsrunde bleibt auf jeden Fall in der 1. Divsion A. Der Tabellenzweite dieser Abstiegsrunde muss gegen den Sieger der Play-off-Runde aus der 1. Division B (Platz drei, vier, fünf und sechs) antreten, um auf den Klassenerhalt zu hoffen. Die Plätze drei und vier dieser Abstiegsrunde sind gleichbedeutend mit dem Abstieg.

Mit dieser Liga-Reform sind die Vereinsverantwortlichen der AS Eupen nicht zufrieden. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass uns das vor sehr große Herausforderungen stellen wird – genau so wie die anderen kleineren Vereine“, sagt AS-Direktor Christoph Henkel. „Wir haben da jetzt eigentlich schon eine ordentliche Nuss zu knacken. Man muss sich ja vorstellen, dass wir ab der Saison 2023-2024 Zwölfter werden müssen, damit man nicht in diese Abstiegs-Playoffs gerät. Das ist schon eine sehr hohe Anforderung.“

„Im Sinne des Wettbewerbs kann man das gutheißen, wir sehen das sicherlich kritisch und haben das auch kritisch begleitet“, so Henkel weiter. „Auch bei der Frage der Integration von U23-Mannschaften haben wir eine andere Auffassung. Ich finde es gut für die besten Mannschaften des Landes, um in der 1B mitzuspielen, ich finde allerdings nicht gut, wenn alle anderen Mannschaften in den Amateurspielbereich eingegliedert werden, aber da sind wir mit unserer Meinung relativ alleine.“

cr/re