Traumberuf Athletikmanagerin – Lina Simons aus Wirtzfeld macht nun ihr eigenes Ding

Die 25-jährige Lina Simons aus Wirtzfeld ist seit Beginn des Jahres offiziell selbstständig als Athletikmanagerin tätig. Sie hat bereits zuvor in einer Agentur Erfahrungen sammeln können und dann beschlossen, ihr eigenes Ding zu machen.

Lina Simons (Bild: privat)

Lina Simons (Bild: privat)

Unter anderem betreut sie mit Julien Watrin einen Athleten, der zuletzt bei der Indoor-WM Gold mit der 4×400-Meter-Staffel geholt hat.

„Es ist eigentlich schon ein Prozess, der sehr lange am Laufen ist. Ich habe schon lange eine große Leidenschaft für die Leichtathletik gehabt – zuerst als Fan, dann als Athletin und habe auch schnell gemerkt, dass ich gerne hinter den Kulissen arbeiten würde“, sagt Lina Simons.

Und so war sie bei vielen internationalen Meisterschaften als Freiwillige dabei, angefangen mit der EM in Amsterdam im Jahr 2016. „Dann habe ich auch WMs gemacht, London, weitere EMs und eigentlich habe ich da eine Facette kennengelernt, die ich davor noch nicht wirklich kannte oder die das große Publikum auch nicht kennt. Das ist das Athletikmanagement.“

Der direkte Kontakt zu den Athleten ist es, der Lina Simons reizt. Top-Athleten bei der Realisierung ihrer Träume helfen zu können ist eine Tätigkeit, die sie sehr erfüllt. Und so ging sie diesen Weg beruflich weiter. Allerdings: „Es war eigentlich lange nie ein konkretes Ziel gewesen, das alleine zu machen. Mit Covid hat sich das eben so ein bisschen ergeben, dass der Weg sich nicht in einer Agentur macht. Ich hatte in einer Agentur angefangen, wurde leider entlassen und dann habe ich eben entschieden, mein eigenes Management zu starten.“ Drei Athleten haben Lina Simons zu ihrem Weg in die Selbständigkeit motiviert.

Doch was macht eine Athletikmanagerin? „Die Aufgaben sind hauptsächlich Wettkampf, Planung und Sponsoring. Das heißt, ich bin die Kontaktperson mit den ganzen internationalen Meetings, ich verhandele mit denen Startgeld, Bonus, Preisgeld ist meistens fix und auch die Unterkunft und Reise-Vergütung. Ich kümmere mich dann auch um alles, dass das geregelt wird, sodass die Athleten eigentlich nur noch dahin reisen müssen und laufen müssen, rechne das auch alles ab und danach mit den Meeting-Organisatoren. Das ist eigentlich ein Punkt, der sehr wichtig geworden ist für die Athleten, weil es ähnlich wie beim Tennis jetzt auch ein Ranking gibt und man kann sich früher qualifizieren. Darum ist die Rolle des Managers auch jetzt noch wichtiger geworden.“

Der zweite Aspekt ist die Suche nach Sponsoren. So versucht sie, für ihre Klienten Kooperationen zu organisieren mit Sportmarken wie Nike, Puma und Running, Adidas oder New Balance. Denkbar sei aber auch ein lokaler Sponsor, der einen der besten lokalen Athleten gerne auf dem Weg – zum Beispiel zu Olympia nach Paris – unterstützen würde.

cr/sr/fk