Laurenz Rex: Der Lernprozess hört nie auf

Seit einem Jahr ist der Raerener Laurenz Rex nun als Radprofi unterwegs. Der Vertrag des 22-Jährigen beim Team Bingoal Pauwels Sauces Wallonie Bruxelles gilt auch noch für die anstehenden Saison.

Sports4You: Laurenz Rex (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Laurenz Rex im Gespräch mit BRF-Reporter Christophe Ramjoie (Archivbild: Olivier Krickel/BRF)

In der letzten Radsportsaison wollte Laurenz Rex lernen, was es heißt, ein Radprofi zu sein. Rex hat gelernt und sich bei vielen Rennen ganz ordentlich gezeigt. Das wohl beeindruckendste Resultat war der 21. Platz beim Radklassiker Paris-Roubaix.

Den Lernprozess abgeschlossen habe er aber noch lange nicht, so Rex. „Ich denke, dass man immer was dazu lernen kann und sich immer neue Situationen ergeben.“  Für ihn ginge es jetzt im zweiten Jahr vor allem darum, das Gelernte auch umzusetzen. Rex hofft, dass er bei Rennen „auf seine eigene Kappe“ fahren darf – „als Belohnung dafür, wie ich im letzten Jahr schon für das Team gefahren bin“. „Das große Ziel ist jetzt, alles zusammen zu schmeißen, alles rauszuholen und zu schauen, was geht dieses Jahr.“

Letztes Jahr ging jedenfalls schon mehr als gedacht; vor allem die Top-20-Platzierung bei Paris-Roubaix kam überraschend, hatte sich Rex doch bescheiden gegeben in seinem ersten Profijahr. Aber Hochstapeln ist eben nicht sein Ding. „Ich gehe immer so an die Sache ran: Wer hoch fliegt, fällt auch tief. Ich gucke immer erstmal, was realistisch und möglich ist. Gerade im ersten Profijahr weiß man nie genau, was passiert, was abgehen kann und wo man steht“, so Rex. „Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das erste Jahr relativ erfolgreich war.“

An diesen Erfolg will Rex jetzt in seinem zweiten Profijahr anknüpfen. Das Ziel lautet erstmal: viele Klassiker im Frühjahr fahren, „und wenn’s gut geht, dann noch eine Platzierung fahren“, sagt er. „Ich würde mich wünschen, dass ich in Paris-Roubaix nochmal eine Top-20 schaffe.“ Woran er dafür noch arbeiten muss, weiß Rex auch. „Ich muss das Rennen lesen, wissen, was wann wo passiert und meine Kräfte viel besser einteilen – das ist noch meine große Schwäche.“

Die Ziele fürs nächste Jahr sind also gesteckt, langfristig hat Rex aber noch größere Ambitionen. „Ziel ist natürlich, nach ganz oben zu kommen. Für Leute, denen der Radsport nicht so geläufig ist, vergleiche ich das immer mit der Europa League und der Champions League. Ich bin momentan noch in der Europa League unterwegs, aber ich möchte in die Champions League, zur World Tour. Das ist die Königsklasse – und da möchte ich hin.“

cr/mg