Wasserballer bleiben auch ohne eigene Halle zuversichtlich

Ausgerechnet Wasser hat den Eupener Wasserballern ihre Spielstätte in der Unterstadt genommen. Die Flutkatastrophe im Sommer hatte die Eupener Schwimmhalle so stark beschädigt, dass die Wasserballer nach einer Ausweichmöglichkeit suchen mussten.

Eupener Wasserballer beenden die reguläre Saison mit einem Sieg (Bild: Robin Emonts/BRF)

Archivbild: Robin Emonts/BRF

Der Schwimmverein Dolphin Eupen hatte mit dem Wetzlarbad im Ortsteil Hütte seine Heimat gefunden. Doch die entriss ihnen das Wasser im Juli. Plötzlich musste der Verein wieder Lösungen finden. „Als das passiert ist, haben wir uns relativ schnell mit dem Vorstand zusammengesetzt und nach Lösungen gesucht. Fast zeitgleich ist auch die Stadt Eupen mit der Alternative Kelmis auf uns zugekommen“, erzählt Julien Roosen, Torhüter der ersten Mannschaft.

Inzwischen trainiert die Jugend in Kelmis. Für die Seniorenmannschaft hat der SVDE-Vorstand eine andere Lösung gefunden. In Aachen trainiert die Herren-Mannschaft gemeinsam mit den dort ansässigen Wasserballern. Dort steht die richtige Infrastruktur. Das Training in Aachen birgt aber noch einen weiteren Vorteil:

„Aachen hat zwei Mannschaften: Eine A- und eine B-Mannschaft. Beide auf einem sehr guten Niveau. Und das ist sehr positiv, weil wir da mit sehr erfahrenen Spielern trainieren. Und sie trainieren auch anders als wir es gewohnt sind, was einen breiteren Aspekt des Sports aufgreift.“

Heimspiele richtet der SVDE aktuell nicht aus. In der Hinrunde wird das Heimrecht, wenn möglich, getauscht. Für die Rückrunde soll dann die Halle in Aachen genutzt werden. Der Verein ist im Austausch mit dem Verband, um das zu ermöglichen.

Die Herren-Mannschaft ist in vollem Umbruch. Einige erfahrene Spieler haben über die verschiedenen Corona-Pausen die Karriere beendet. Dazu sind Spieler in Erasmus. Dementsprechend schwierig sieht es aktuell sportlich aus. „Wir haben dann die Jugend relativ zügig mitgenommen. Sprich die U-17“, sagt Roosen.

„Das kaputte Schwimmbad hat dann unsere Pläne noch mal gestört. Dementsprechend sind dann auch die Spiele schwieriger. Aber die Moral der Mannschaft ist gut. Wir kommen immer mit einem Lächeln aus den Spielen. Wir befinden uns mit den jungen Spielern in einer Lernphase, die sehr gut klappt. Ein, zwei Spieler kommen dann auch aus dem Erasmus zurück und werden dann eine Verstärkung sein.“

Christoph Heeren