AS-Finanzdirektor Thomas Herbert: „Es wird weitere signifikante Einschnitte im Club geben müssen“

Der Abbau von Steuer- und Sozialvorteilen für Profisportler ist beschlossene Sache. Coronabedingt hatten die Profi-Fußballclubs schon eine Menge Geld verloren. Deshalb kommt die neue Entscheidung der Föderalregierung bei den Vereinen gleich doppelt so hart an - auch für die AS Eupen.

Kehrweg-Stadion in Eupen (Bild: Bruno Fahy/Belga)Kehrweg-Stadion in Eupen (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Das Kehrweg-Stadion in Eupen (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Die finanzielle Lage der Clubs habe während der Coronazeit sehr gelitten. Das sagt Thomas Herbert, Finanzdirektor der AS Eupen. „Wir haben auch in dieser Saison noch signifikante Mindereinnahmen durch Corona. Jetzt eine Reform der Steuervorteile trifft den Fußball insgesamt sicherlich hart.“

„Für uns bedeutet das in Verbindung mit Einbußen durch Corona jetzt während der laufenden Saison eine erhebliche Belastung, die wir so auch nicht planen konnten“, so Thomas Herbert. „Das wird uns in allen Bereich erheblich treffen. In welchem Ausmaß können wir jetzt noch nicht sagen.“

Die Reform soll laut Thomas Herbert am 1. Januar in Kraft treten, also im laufenden Geschäftsjahr. „Wir haben laufende Verträge für dieses Geschäftsjahr, die wir zu erfüllen haben“, erklärt der Finanzdirektor. „Wir können nicht im Laufe einer Saison jetzt umplanen. Wir können uns auf diese Dinge nicht einstellen und das reißt nun ein Loch in unser Budget.“ Ein budgetäres Loch, das schwer sein wird, wieder zu füllen, betont Herbert.

In ihrer Existenz bedroht sei die AS Eupen nun zwar nicht, so die Einschätzung des Finanzdirektors. Dennoch sei die Lage nicht einfach: „Wir haben vor der Saison unser Budget im Vergleich zur vorigen Saison bereits um 25 Prozent reduziert. Und es wird nun weitere signifikante Einschnitte im Club geben müssen.“

cr/rasch