Königlicher Judo- und Ju-Jitsu-Club Eupen sucht neue Bleibe

Der Königliche Judo und Ju-Jitsu Club Eupen musste nach dem Hochwasser in der Unterstadt umziehen. Mittlerweile hat der Verein eine neue Bleibe auf Zeit gefunden. Der Club sehnt sich aber nach Normalität.

Königlicher Judo- und Ju-Jitsu-Club Eupen sucht neue Bleibe (Bild: Robin Emonts/BRF)

Königlicher Judo- und Ju-Jitsu-Club Eupen sucht neue Bleibe (Bild: Robin Emonts/BRF)

Vor drei Monaten trat die jetzt sehr ruhig wirkende Hill über die Ufer und sorgte für Verwüstung in der Unterstadt. Auch die Sporthalle in der Hillstraße blieb nicht verschont. Selbst heute noch ist der Zutritt zur Halle verboten. Die Vereine, die diese Halle genutzt haben, mussten ihre Bleibe wechseln. So auch der Königliche Judo- und Ju-Jitsu-Club Eupen, der jetzt in der Sporthalle Schönefelderweg untergekommen ist.

Aber der Eupener Club hat in der Unterstadt mehr verloren als nur eine Bleibe: „Die Matten, die sind verwüstet und waren voller Pilz. Der Schwingboden, den wir unter der Matte hatten, war auch total verwüstet. Genauso wie unsere Tische, Stühle, unsere Bar und unser Fernseher“, erzählt der Vizepräsident des Königlichen Judo- und Ju-Jitsu-Clubs Eupen, Jean-Claude Smitz. Vieles, was über Jahre angeschafft und aufgebaut wurde, wurde durch die Flut komplett zerstört.

In der Sporthalle Schönefelderweg brauchte es also einen Neustart und vor allem Hilfe. „Die Matten haben wir aus einer Solidaritätsaktion über die frankophone Judoliga erhalten, sie kommen aber eigentlich aus Holland und wir waren sie bei einem flämischen Club abholen – eine Woche bevor wir das Training gestartet haben“, erklärt Smitz.

So kann die Judo-Abteilung das Training also mittlerweile wieder ausüben. Die Bedingungen sind dabei aber nicht unbedingt die besten. Die Halle ist in die Jahre gekommen und das zeigt sich auch schon am Hallenboden. Im Gegensatz zum Schwingboden in der alten Halle ist der jetzige sehr hart.

Außerdem ist es schwer, das Material in der Halle zu verstauen, denn hier nutzt der Club die Halle nicht alleine und damit ist jedes Mal aufräumen angesagt. „Vor jedem Training müssen wir aufbauen, danach immer abbauen und wir haben drei jugendliche Klassen. Mittwochs trainieren Kinder von drei bis sechs Jahren, da kann man sich gut vorstellen, dass die so eine Matte nicht heben können.“

Das zweite große Problem ist, dass der Königliche Judo- und Ju-Jitsu-Club zurzeit gar kein Ju-Jitsu anbietet. Dazu braucht man nämlich mehr Material. Wie es da weitergeht, steht also in den Sternen, denn Material kauft der Club möglichst nur, wenn es auch eine feste Bleibe gibt.

Aber auf ein neues Zuhause muss der Club wohl noch warten. „Wir haben den Eupener Sportbund und die Stadt Eupen angesprochen, aber wir haben bis jetzt keine Rückmeldung und wir wissen nicht, wo es hingeht. Wir müssen anfangen, uns Gedanken zu machen, aber kurzfristig hatten wir andere Prioritäten.“

Der Königliche Judo- und Ju-Jitsu-Club Eupen hofft jetzt also auf eine positive Rückmeldung der Stadt Eupen. Gerne würde der Club wieder in die Hillstraße zurückkehren. Nächstes Jahr feiert er 70-jähriges Bestehen. Schön wären dann doch Feierlichkeiten in einer neuen festen Bleibe.

Robin Emonts