Legende vs. Supertalent: Verbales Duell im belgischen Radsport

Unmittelbar vor dem heißersehnten WM-Heimrennen ist in Belgiens Radsport eine Diskussion zwischen Legende Eddy Merckx und Supertalent Remco Evenepoel entbrannt.

Merckx und Evenepoel bei einer Preisverleihung im Dezember 2019 (Bild: David Stockman/Belga)

Merckx und Evenepoel bei einer Preisverleihung im Dezember 2019 (Bild: David Stockman/Belga)

Der 76 Jahre alte Merckx hatte der Zeitung „Het Nieuwsblad“ vor dem Straßenrennen am Sonntag (ab 10:20 Uhr/Eurosport) in Flandern gesagt, Evenepoel solle nicht zum belgischen WM-Aufgebot gehören. „Wenn es nur einen Teamkapitän gibt, sollte man Evenepoel nicht nominieren. Er fährt hauptsächlich für sich selbst, das haben wir bei Olympia gesehen“, sagte der fünfmalige Tour-de-France-Sieger.

Evenepoel, der am Sonntag Kapitän und Topfavorit Wout van Aert unterstützen soll, ließ dies nicht unkommentiert. „Er muss immer etwas sagen und das ist schade“, sagte der 21-Jährige, der wegen seines riesigen Talents als möglicher Merckx-Nachfolger gehandelt wird.

Er bewundere Merckx für dessen Talent und seine Rekorde, könne die inhaltliche Kritik aber nicht teilen. „Ich bin nicht am Start, um es dem Team zu vermasseln. Das ist mir nie in den Sinn gekommen – ich werde einfach mein Bestes geben“, sagte Evenepoel.

dpa/jp