Wie geht die Saison für die Basketballer der Region weiter?

Zahlreiche Sportvereine dürfen ihre Aktivitäten derzeit nicht oder nur sehr stark eingeschränkt ausführen. Das gilt auch für die Basketballer. Was dürfen die Vereine noch und was nicht?

Basketballkorb (Foto: Robin Emonts, BRF)

Illustrationsbild: Robin Emonts/BRF

„Auf belgischer Ebene ist es im Moment so, dass im Seniorenbereich und im Jugendbereich ab U12 bei den Jungen und U13 bei den Mädchen Basketball tot ist“, erklärt Jean-Marie Leisten, Präsident des BBC Eupen. „Es gibt keine Trainingseinheiten und keine Spiele. Nur bei den Mannschaften bis U12 bei den Jungen und U13 bei den Mädchen können die Trainingseinheiten und auch Meisterschaftsspiele weitergeführt werden.“

„Können“ ist dabei das wichtigste Wort, gezwungen werden die Vereine nicht und der BBC Eupen hat aus Respekt vor der Arbeit beispielsweise in den Krankenhäusern alle Mannschaften in den Ruhemodus geschickt. Momentan gibt es in Eupen keine Spiele und auch kein Training.

Trotzdem muss der Verein in die Zukunft blicken, denn wie bei vielen anderen Sportarten stellt sich die Frage: Wie soll es und wie kann es in dieser Saison weitergehen, wenn man davon ausgeht, dass bis Januar sicherlich nicht gespielt werden kann? Eine Antwort darauf müsste eigentlich der belgische Basketballverband geben, aber der holt sich bei der Entscheidungsfindung die Vereine mit ins Boot. „Wir haben ein Rundschreiben bekommen und konnten sagen, ob wir an der Meisterschaft teilnehmen wollen oder nicht“, erklärt Leisten.

„Zuvor hatten wir aber eine Mail bekommen, wo wir unsere Wünsche äußern konnten: ob man die Saison abbrechen möchte und nur noch Freundschaftsspiele dieses Jahr machen möchte oder ob man eine verkürzte Meisterschaft möchte, das heißt anstatt Gruppen von 14 Mannschaften mehrere kleine Gruppen, wo man dann den Meister entscheiden würde und die dann auch eventuell aufsteigen könnten“, so Leisten weiter. „Abstieg wäre so geregelt, dass alle Mannschaften selber entscheiden können, ob sie absteigen oder in ihrer Serie bleiben möchten.“

Jean-Marie Leisten, Präsident des Eupener Basketballvereins (BBC Eupen)

Jean-Marie Leisten, Präsident des Eupener Basketballvereins (Archivbild: BRF)

Die Vereine haben also den Vorteil, spielen zu können, sie bewahren sich die Chance aufzusteigen und können zugleich eigentlich gar nicht absteigen, wenn sie es nicht selber wollen. Die Vereine treffen also zum einen die Entscheidung, ob und wie nächstes Jahr gespielt wird und zum anderen entscheiden die Vereine auch, ob sie überhaupt teilnehmen wollen.

Aber was ist mit denen, die nicht teilnehmen wollen? Bleiben die trotzdem in ihrer Klasse? „Auf jeden Fall – ob es jetzt erste, zweite oder dritte Provinzklasse ist“, betont Leisten. „Die Vereine, die nicht mehr antreten wollen, aus Sicherheitsgründen oder sonstigen Gründen, werden sicher nächstes Jahr wieder in ihrer Serie starten.“

Wenn es nach Jean-Marie Leistner geht, dann kommt das für die Eupener nicht in Frage. Man möchte in dieser Saison noch spielen, immerhin muss man ja auch seinen Mitgliedern gerecht werden, die ja alle bereits einen Mitgliedsbeitrag gezahlt haben. Für die Vereine wird es jedenfalls schwer, diese Krise zu überleben, da ist es eine schöne Abwechslung, dass die Basketballvereine über ihre Zukunft in dieser Saison mitentscheiden dürfen.

Robin Emonts

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