Code orange: Kontaktsportarten ab Freitag verboten

Ab Freitag gilt im Sportsektor Code orange. Damit sind Kontaktsportarten sowie Indoorsport für Personen über zwölf Jahre ab Freitag verboten. Auch in der Sportkantine darf man künftig nicht mehr versacken.

Volleyball (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Wavebreakmedia ltd)

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Der Ausdruck „die Ruhe vor dem Sturm“ passt mit Blick auf das Sport- und Freizeitzentrum St. Vith nicht so ganz. Denn anstelle eines Sturms wird es hier in nächster Zeit noch ruhiger werden. Ein paar Schulklassen folgten hier am Donnerstag zwar dem Schwimm- und Sportunterricht, aber der Basketballverein warf hier die letzten Körbe, bevor es ab Freitag heißt: Alle Kontaktsportarten für Personen ab einem Alter von zwölf Jahren sind verboten. Und das vorerst für die nächsten drei Wochen.

„Wir waren nicht überrascht darüber, dass Maßnahmen getroffen werden müssen, weil die Infektionszahlen ja sehr in die Höhe geschossen sind“, sagt Herbert Hannen, Koordinator des Sport-und Freizeitzentrums St. Vith. „Aber es tut einem leid für die Vereine, die schon seit dem Frühjahr nur eingeschränkt trainieren konnten oder Trainings sogar ganz ausfallen lassen mussten.“

Am Mittwoch hat Herbert Hannen die Vereine darüber informiert, was ab Freitag gilt. Zumindest sei man froh, dass der Schwimm- und Sportunterricht weiter fortgeführt werden kann, so Hannen. Doch auch hier hat bereits in den letzten Wochen die strikte Trennung der Klassen voneinander für Umstrukturierungen im Schulalltag gesorgt. „Wir hatten schon einige Schwierigkeiten, unseren Stundenplan zusammenzustellen, weil wir die Schulen nicht mehr mischen dürfen.“

Besucher von Sportkantinen müssen spätestens eine Dreiviertelstunde nach Ende ihrer Sportaktivität wieder gehen. Alkohol ist zudem verboten. „Das ist schade für die Vereine, die Einnahmen und auch die Gesellschaft“, bedauert Hannen.

Ohnehin hat man im Sportzentrum schon große finanzielle Einbußen zu verzeichnen. „Ein Drittel des Jahres stand der Betrieb ja komplett still. Und seit Wiedereröffnung des Schwimmbads im Juli haben wir schon festgestellt, dass die Besucherzahlen um mehr als die Hälfte zurückgegangen sind“, so Hannen. „Über den Daumen gepeilt haben wir in diesem Jahr wahrscheinlich ein Drittel weniger Einnahmen. Wir haben deshalb auch einen Antrag an die DG gestellt für einen Überbrückungskredit in Höhe von 70.000 Euro.“

Tennis weiterhin erlaubt

Tennis ist ab Freitag jedoch nicht verboten. Hier sind die Abstände leichter einzuhalten. Darüber sei man sehr erfreut, so Armin Rathmes, Präsident vom St. Vither Tennisclub. „Wir sind froh, dass weiterhin gespielt werden darf, aber die Einschränkungen verstehen wir auch, denn es muss etwas passieren, damit die Infektionswerte wieder runter gehen.“

Bezüglich der Sportkantinen scheint er eher geteilter Meinung zu sein. „Diese Dreiviertelstunde ist etwas merkwürdig, aber das ist eine Entscheidung der Regierung, die man so auch tragen muss.“

Julia Slot