Pokalfinale: FC Antwerpen feiert nach 28 Jahren erneut einen Titel

Der FC Antwerpen kann nach 28 Jahren erneut einen Titel feiern. Im Finale des Landespokals konnten sich die Schützlinge von Trainer Ivan Leko mit 1:0 gegen den amtierenden Meister FC Brügge durchsetzen. Lior Refaelov sorgte für den einzigen Treffer der Partie.

FC Antwerpen feiert den Pokalsieg (Bild: Bruno Fahy/Belga)

FC Antwerpen feiert den Pokalsieg (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Nach etwas mehr als vier Monaten ohne Fußball in Belgien, ging es mit dem Pokalfinale der Saison 2019/2020 endlich wieder los. Meister Club Brügge wollte gegen Antwerpen das Double klar machen. Die Antwerpener hingegen wollten nach dem Pokalerfolg 1992 endlich noch einmal einen Titel nach Hause holen.

Den besseren Start in die Partie im König -Baudouin-Stadion erwischten die Antwerpener. Mbokani, Hongla und Juklerod erarbeiteten sich jeweils eine große Chance. Drei Mal verhinderte Simon Mignolet im Tor der Brügger jedoch ein frühes Gegentor.

Die Spieler von Trainer Ivan Leko spielten einen attraktiven Offensivfußball und belohnten sich nach 25 Minuten für die Arbeit. Nach einem perfekten Angriff legte der Norweger Simen Juklerod den Ball kurz vor dem Tor rechts auf Refaelov rüber, der nur noch in das leere Tor eingrätschen musste.

Refaelov erzielte das 1:0 für den RFC Antwerpen (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Refaelov erzielte das 1:0 für den RFC Antwerpen gegen seinen ehemaligen Verein (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Nach der Führung drückte „The Great Old“ etwas weniger und ließ den Club etwas mehr Spielanteile haben. Der Meister aus Brügge wusste aus den neu geschaffenen Räumen nichts zu machen. Bis zur Halbzeitpause blieb es dann bei einer 1:0-Führung für den RFC Antwerpen.  Nur Mignolet hat mit seinen Paraden dafür gesorgt, dass die Antwerpener Führung zur Halbzeit nicht deutlicher ausgefallen ist.

Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit des Pokalfinales. Brügge versuchte gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten wieder zurück in die Partie zu kommen. Die erste Strafraumaktion des Meisters gab es schon nach wenigen Sekunden. Die Antwerpener ließen sich weiter zurückfallen und überließen den Brüggern das Spiel. Große Chancen blieben aber vorerst aus.

Nach 66 Minuten konnte der neue Schlussmann des RFC Antwerpen, Davor Matijs sein Können zeigen. Der 20-Jährige, der im Sommer aus der zweiten kroatischen Liga nach Antwerpen gewechselt ist, konnte einen platzierten Kopfball von Badji gerade noch so parieren. Kurz darauf war er erneut bei einem Angriff der Brügger zur Stelle.

Didier Lamkel Zé im Zweikampf mit Ruud Vormer (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Didier Lamkel Zé im Zweikampf mit Ruud Vormer (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Brügge blieb nun am Drücker, erspielte sich mehr und mehr Chancen. Vor allem der eingewechselte Badji  sorgte für Gefahr vor dem Tor von Matjis. Auf der anderen Seite schafften die Antwerpener es nicht mehr einen Angriff ordentlich zu Ende zu spielen. Nur eine Einzelaktion durch Didier Lamkel Zé, acht Minuten vor dem Ende der Partie, sorgte noch einmal für Entlastung für den RFC.

Die Brügger drückten im Anschluss jedoch weiter und bei einem flachen Schuss durch Schrijvers fehlten nur Millimeter zum Ausgleichstreffer.

Am Ende bleibt es also beim 1:0 Sieg für Antwerpen. Nach einer starken ersten Halbzeit hält „The Great Old“ in den zweiten 45 Minuten hinten dicht und gewinnt damit verdient den Titel. Nach 1955 und 1992 ist es der dritte Titel im Landespokal für den Verein mit der Stammnummer 1.

FC Antwerpen gewinnt Pokalfinale (Bild: Kurt Desplenter/Belga)

FC Antwerpen gewinnt Pokalfinale (Bild: Kurt Desplenter/Belga)

re