Stabwechsel beim Honsfelder SV: „Erste Provinzklasse kein Muss“

20 Jahre lang war Konny Collas der Präsident des Honsfelder SV. In der letzten Woche ist Collas von seinem Amt an der Spitze des Vorstands zurückgetreten und überlässt seinen Platz Rainer Noé.

Honsfelder SV bei einem Spiel gegen den CS Verviers (Archivbild: Robin Emonts/BRF)

Honsfelder SV bei einem Spiel gegen den CS Verviers (Archivbild: Robin Emonts/BRF)

Konny Collas erklärt, dass sein Rücktritt schon lange geplant war. „Ich habe das dem Vorstand schon vor etwa zwei Jahren angekündigt“, erklärt er.

60 Jahre lang besteht der Honsfelder SV. Der Aufstieg in die erste Provinzklasse war bislang der größte Erfolg. Collas wollte den HSV in der Tat als erster Verein der Gemeinde in die erste Provinzklasse führen.

Der langjährige Vereinspräsident bereut nicht, dass sich der Verein nur eine Saison lang in der ersten Provinzklasse halten konnten. „Es war finanziell nicht möglich, das Niveau über längere Zeit zu halten.“ Das sei aber auch nicht das Ziel: „Der Verein ist ein Aufenthaltsort für unsere Jugendlichen. Das Niveau soll für unsere Jungs nicht zu hoch werden. Wir wollen keinen Bundesligaverein.“

Zukunft des Vereins

Konny Collas wird nun der erste Ehrenpräsident des HSV. „Wenn Fragen sind, kann der Vorstand und auch mein Nachfolger Rainer Noé gerne auf mich zukommen. Und auch finanziell würde ich den Verein noch unterstützen“, sagt Collas.

„Jahr für Jahr verschwinden Vereine. Das sieht man schon in der Wallonie“, sagt Collas über die Zukunft des Regionalfußballs. Auch in der DG fusionieren immer mehr Vereine. Die Verantwortlichen sollten sich zusammen setzen und langfristig planen, findet Konny Collas.

Auch Rainer Noé, dem neuen Präsidenten des HSV, liegt das Weiterbestehen des Vereins am Herzen. Diese Herausforderung betrifft nicht nur Fußballvereine, sondern alle Vereine, sagt Noé. Eine Fusion mit anderen Vereinen will Noé momentan auf keinen Fall in Betracht ziehen – eher eine Zusammenarbeit.

Die Rückkehr in die erste Provinzklasse ist momentan nicht geplant. Die zweite Provinzklasse sei spannender als je zuvor: „Mit Amel und Emmels können wir uns auf einige Derbies freuen“, sagt der neue HSV-Präsident. „Deswegen ist die erste Provinzklasse kein Muss.“ Vorstellen kann er sich aber, die zweite Mannschaft, die momentan in der vierten Provinzklasse spielt, in die dritte Klasse zu führen.

cr/rasch

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