Boxsport in Corona-Zeiten

Ihre Aufgabe ist es eigentlich, ihren Gegner nach allen Regeln der Kampfkunst in die Knie zu zwingen. Doch in Zeiten von Corona dürfen Boxer, Ringer und Judoka nur ohne Körperkontakt trainieren.

Illustrationsbild: David Stockman/Belga

Kampfsportler müssen sich zurzeit noch in Geduld üben, denn wann und wie es mit dem normalen Trainingsbetrieb weitergehen soll, weiß noch niemand so recht.

Mehr als Konditionstraining könne man derzeit nicht machen, erklärt Yves Plaire vom Boxring Eupen. „Im Gegensatz zu anderen brauchen wir Geräte und Kontakt, wir stehen also vor einer viel größeren Herausforderung.“

Die Taktik trainieren oder am Sandsack arbeiten – „das komplette Programm fällt weg“, bedauert Plaire. „Momentan können wir nur draußen trainieren und nur Konditionstraining machen – das ist natürlich ein wichtiger Bestandteil für uns, aber die große Herausforderung ist die Technik und die kann man derzeit nur in Trockenübung machen, ohne anfassen.“

„Alles was distanznah ist, können wir nicht machen. Die Wettkämpfer stehen ja nicht 1,50 Meter auseinander, auch beim Training nicht. Die Handschuhe berühren dein eigenes Gesicht, und vor allem hoffentlich das Gesicht des Gegners – das geht jetzt alles nicht, es ist unmöglich. Damit fallen zwei Drittel unserer Trainingsmöglichkeiten weg.“

cr/mg