Schwimmsport: Tatyana Lebrun hofft auf Paralympics 2024

Tatyana Lebrun aus Stavelot hat im letzten Jahr bei den European Para Youth Games richtig abgeräumt. Mit vier Bestzeiten und vier Medaillen war Lebrun erfolgreicher als erhofft und gilt nun als belgische Hoffnung für die Paralympics.

Tatyana Lebrun ist auf den ersten Blick ein ganz normales 15-jähriges Mädchen, die großen Spaß am Schwimmen hat. Tatyana hat aber das Larsen-Syndrom, eine seltene genetische Erkrankung, die sich mit komplexen Deformitäten präsentiert.

Recht früh wurde Tatyana in ihrem Leben operiert. Im Wasser fühlt sich der Teenager wohl und ist ziemlich schnell unterwegs.

In St. Vith findet die Sportlerin ideale Bedingungen vor. Fünf Mal in der Woche trainiert Tayana im St. Vither Schwimmbad, ganz normal in der Gruppe. „Es hilft mir sehr, weil sie schneller sind. Ich schaffe es aber mitzuhalten und manchmal bin ich sogar schneller“, sagt sie.

In St. Vith trainiert Lebrun nun seit zwei Jahren, vorher war sie in Spa unterwegs. Ihr Trainingspensum sei in den letzten Jahren immer weiter nach oben geschraubt worden, erklärt Thierry Classen, Trainer der Schwimmschule St. Vith.

Ganz ohne Druck ist Tatyana im letzten Jahr bei der Jugend-Europameisterschaft für Menschen mit einer Beeinträchtigung im finnischen Lahti an den Start gegangen und hat dort gleich vier Medaillen abgeräumt.

Ihre Leistungen sind auch dem belgischen paralympischen Komitee nicht entgangen. Die Olympischen Spiele von Tokio in diesem Jahr scheinen für die 15-Jährige in diesem Jahr aber noch zu früh zu kommen. „Ich glaube, dass ich die Limits für Tokio noch nicht erreichen werde, daher sage ich lieber Paris 2024.“

Paris 2024 ist für die ehrgeizige Schwimmerin also das Ziel und was sie sich in den Kopf gesetzt hat, möchte sie auch gerne erreichen. „Als ich klein war, hatte ich den Traum an Olympischen Spielen teilzunehmen. In meinem Kopf nehme ich schon an den Spielen von Paris teil.“

Christophe Ramjoie

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