FIA GT Nations Cup: Mike Den Tandt nach Startunfall ausgeschieden

Das erste Rennen um den FIA GT Nations Cup in Bahrein ist für Mike Den Tandt unglücklich verlaufen. Der Ameler war kurz nach dem Start in einen Rennunfall verwickelt und schied aus.

Mike Den Tandt und Charles Weerts vertreten Belgien beim FIA GT Nations Cup in Bahrain

Bild: WRT

Der 35-jährige Den Tandt bildet zusammen mit Nachwuchsfahrer Charles Weerts aus Aubel das belgische Team unter den insgesamt 18 Nationen. Die beiden steuerten einen Audi R8 LMS.

Am Freitag hatten die beiden das erste Qualifikationsrennen gewonnen. Samstagmittag lief es im zweiten Qualifikationsrennen nicht so gut für das belgische Duo. Beim Hauptrennen startete Mike Den Tandt dann von Platz sechs. Nur wenige hundert Meter nach dem Start berührte er mit der vorderen linken Seite seines Audi einen anderen Wagen und wurde quer über die Piste ins Kiesbett geschleudert.

„Es waren zwei Autos vor mir, die die Spur gewechselt haben und mich quasi ‚gesandwicht‘ haben. Daraufhin konnte ich gar nichts mehr machen“, erklärt Den Tandt im BRF-Interview. „Das Auto war auch gar nicht beschädigt. Das Problem war, dass die Hinterachse am Ende im Kiesbett stand. Somit war an eine Weiterfahrt nicht zu denken.“

„Wir hatten definitiv das Zeug und das Material, um zu gewinnen oder mindestens auf dem Podium zu landen. Dass es jetzt so geendet ist, ist tatsächlich ein hartes Schicksal.“

Mike Den Tandt (r.) und Charles Weerts vertreten Belgien beim FIA GT Nations Cup in Bahrain (Bild: SRO/Dirk Bogaerts Photography)

Mike Den Tandt (r.) und Charles Weerts vertreten Belgien beim FIA GT Nations Cup in Bahrain (Bild: SRO/Dirk Bogaerts Photography)

Hoffnung auf mehr

Der Ameler hatte im Jahr 2003 wegen fehlenden Budgets seine Karriere beendet, nachdem er vorher in der Formel Ford und der Formel Renault unterwegs war. War das Comeback nun eine einmalige Sache – oder kommt das noch mehr?

„Das bleibt abzuwarten. Ich denke, ich habe hier eine ganz gute Visitenkarte abgegeben. Der Crash an sich war pures Pech. Alles andere ist 1a für uns gelaufen. Wir haben das Zeittraining und das erste Qualifikationsrennen dominiert. Da ging im Fahrerlager schon der Name durch die Boxen. “

Mike Den Tandt ist Fahrtrainer für Porsche in Leipzig.“Für Außenstehende sieht der Alltag aus wie ein Traumjob, weil man jeden Tag die besten Autos der Welt fahren kann. Allerdings fährt man sie für die eigenen Verhältnisse unter dem Spaßfaktor. Als Rennfahrer will man immer am Limit sein, das geht im Alltag selten.“

„Es fehlt der Wettbewerb Mann gegen Mann und gegen die Zeit. Da kann man am Ende des Tages den Job nicht wirklich mit dem eines Rennfahrers vergleichen. Aber es hätte mich auch schlimmer treffen können!“

sp/km

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