Sint-Truiden straft harmlose AS Eupen ab

Zum Abschluss der Hinrunde der 1. Division A gab es für die AS Eupen eine 1:4-Packung gegen Sint-Truiden. Die AS war über weite Strecken der Partie viel zu harmlos, um die Limburger ernsthaft in Gefahr zu bringen.

AS Eupen vs. Sint-Truiden

Bild: Bruno Fahy/Belga

Bei der AS Eupen gab es die erwarteten Wechsel in der Startelf. Der in den letzten Wochen etwas anfällige Siebe Blondelle machte in der Innenverteidigung Platz für Jordan Lotiès. Keita kehrte nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurück auf den linken Flügel. Ocansey musste für ihn auf die Bank.

Sint-Truiden wollte am letzten Spieltag der Hinserie den zweiten Auswärtssieg einfahren. Eupen war für die Limburger in der Vergangenheit kein gutes Pflaster. In der letzten Saison gab es nur ein Unentschieden, die Saison zuvor gab es eine 2:4-Niederlage für die Limburger im Kehrwegstadion. Am 7. November 2017 war das 4:4-Unentschieden das letzte Spiel des Spaniers Jordi Condom als Trainer der AS. Den Trainer, den die Fans der Schwarz-Weißen offensichtlich noch nicht vergessen haben. „Vor einem Jahr 4:4, seit dem bei Dir“, war auf einem Banner in der Tribüne zu lesen.

Der Auftakt am Kehrweg verlief ruhig. In der 11. Minute gab es den ersten Ball in Richtung eines Tores. Toyokawa versuchte es per Kopf. Zwei Minuten später machte es sein japanischer Landsmann im Dienste von Sint-Truiden besser.  Kamada nutzte aus, dass Torwart Hendrik van Crombrugge etwas zögerlich aus seinem Kasten raus kam und konnte das Leder dann am Eupener Schlussmann vorbei in die Maschen schieben. 0:1.

Eupen blieb im Spiel nach vorne erst einmal unsichtbar. Erst in der 27. Minute gab es eine Torchance und was für eine! Gnaka brachte den Ball stramm zentral in den Sechzehner und erreichte Fall, der das Leder aus kurzer Distanz über den Kasten der Gäste setzte.

Nach einer halben Stunde schien Kamada nach einem harmlos wirkenden Vorstoß den Vorsprung der Gäste zu verdoppeln. Der Videoschiedsrichter kam zum Einsatz.  Nach Ansicht der Bilder gab der Unparteiische Lawrence Visser den Treffer wegen einer Abseitsposition des Japaners nicht. Die korrekte Entscheidung!

Gefährlicher blieben die Limburger Gäste. Nach Freistoß von Bezus konnte Teixeira zum Kopfball ansetzen. Van Crombrugge rettete mit einer Glanzparade. Auch eine Minute später verhinderte van Crombrugge den zweiten Treffer der Gäste. Der Schuss kam von de Sart.

Kurz vor der Pause konnte Sint-Truiden dann aber vollstrecken. Eupen konnte sich nicht vom Druck der Gäste befreien. Casper de Norre strafte das zaghafte Verhalten der Eupener mit dem Treffer zum 0:2 ab. Eupens Reaktion blieb harmlos und beim Stand von 0:2 ging es in die Kabinen.

Lazare blieb für die zweite Halbzeit in der Kabine. Pollet kam aufs Feld und orientierte sich direkt in die Sturmspitze. Toyokawa rutschte eine Reihe nach hinten. Offensiv traten die Gäste zunächst aber in Erscheinung. Van Crombrugge hielt den Schuss des Japaners Kamada im Nachfassen fest.

Mit einem simplen Freistoßtrick von Bezus wurde die Eupener Abwehr in der 55. Minute ausgehebelt. Kamada  kam von der linken Seite doch noch zu seinem zweiten Treffer des Abends. Das 0:3 schien die Vorentscheidung am Kehrweg zu sein.

Die Eupener Reaktion folgte erst in der 63. Minute. Pollet brachte das Leder zu Fall. Der Senegalese konnte den Ball aber nicht an Kenny Steppe im Tor der Gäste vorbei drücken. Eine Minute später gab es Freistoß für die AS. Luis Garcia zirkelte den Ball zum 1:3 in die Maschen.

Wenig später kamen Milicevic und Ocansey aufs Feld für Eupen, um doch noch einen Punkt zu retten. Gleich mit seiner ersten Offensivaktion hätte „Mili“ den Anschlusstreffer für die Hausherren erzielen können. Steppe blieb aber der Sieger. Eupen war nun wie ausgewechselt und kam beinahe im Minutentakt zu Möglichkeiten. Im Kehrwegstadion keimte plötzlich wieder Hoffnung auf.

Eine Viertelstunde vor Schluss folgte die nächste Großchance für Eupen. Pollet muss aber nach wie vor auf seinen ersten Treffer für die AS warten. In der 80. Minute machte Boli alle Eupener Hoffnungen der Eupener mit dem vierten Treffer der Gäste zunichte.

Sint-Truiden darf zum Abschluss der Hinrunde weiter von den Play-Off I träumen. Für Eupen geht der Blick wieder ein Stück mehr in Richtung des Tabellenkellers. Nach der Länderspielpause geht es für die AS zum Auftakt der Rückrunde zum Derby nach Lüttich.

Christophe Ramjoie

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