AS Eupen unterliegt dem Genker Tempo

Die AS Eupen hat am 11. Spieltag der 1. Division A beim Tabellenführer KRC Genk die siebte Sasionniederlage kassiert. Der Spitzenreiter aus Limburg setzte sich nach einem Doppelpack von Nationalspieler Leandro Trossard mit 2:1 durch und baut den Vorsprung auf die Verfolger weiter aus. Keita erzielte den Eupener Anschlusstreffer in der 81. Minute.

Bild: Yorick Jansens/Belga

Gegen den Tabellenführer Genk wählte AS Coach Makelele eine defensivere taktische Variante, indem er mit Remi Mulumba und Suleyman Marreh im defensiven Mittelfeld agierte. Charleroi-Leihgabe David Pollet  und der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf, Julian Schauerte, waren gar nicht erst im Kader. Bei Genk stand der nach Schulterblessur wieder genesene Nationalspieler Leandro Trossard etwas überraschend in der Startelf.

Die Schwarz-Weißen starteten wie erwartet erst einmal abwartend. Schon in der 4. Minute hatte Samatta die erste Chance für die Genker. Die Sturmspitze der Limburger konnte aber nicht genügend Kraft hinter seinen Kopfball bringen, um für ernsthafte Gefahr zu sorgen. Genk suchte nach spielerischen Lösungen, um das Eupener Abwehrbollwerk knacken zu können.

Brandgefährlich wurde es für Eupen in der 13. Minute. Joakim Maehle zwang Hendrik van Crombrugge zum Abtauchen. In der anschließenden Spielminute folgte eine Art Belagerungszustand im Eupener Strafraum, den die AS aber unbeschadet überstehen konnte.

Leandro Trossard zog in der 19 . Minute von links  an den Eupener Strafraum, wurde nicht entscheidend gestört und konnte sein Comeback mit dem ersten Treffer der Limburger im Spiel gegen die AS mit einem sehenswerten Treffer krönen. Zwei Minuten später versuchte es Pozuelo aus der Distanz. Van Crombrugge wusste das zweite Tor der Limburger zu verhindern.

Erneut zwei Minuten später flankte Keita den Ball von links in den Genker Strafraum. Toyokawa und Fall verpassten. Genk blieb aber die klar bessere Mannschaft und hatte in der 26. erneut durch Maehle die Chance auf den nächsten Treffer.

Eupen wurde nach einer halben Stunde gefährlich in der Vorwärtsbewegung, machte aber zu wenig aus dem Raum, der sich auftat in der Limburger Hälfte. Gefährlicher war die Genker Antwort durch Malynovski gut zweieinhalb Minuten später. Stark war auch der Freistoß des Ukrainers in der 36. Minute. Van Crombrugge hatte aber aufgepasst und klärte zur Ecke. Genk schnürte Eupen weiter in der eigenen Hälfte ein und hatte fast 70 Prozent Ballbesitz.

Drei Minuten vor der Pause verhindert van Crombrugge im Duell mit Pozuelo, dass die Limburger den Vorsprung noch vor der Pause verdoppeln konnten. Eupen war kurz vor dem Gang in die Kabinen mit der Gelben Karte für Remi Mulumba, nach überhartem Einsteigen gegen Malynovski, noch gut bedient.

Beide Trainer tauschten ihr Personal für den zweiten Spielabschnitt nicht aus. Genau sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff leitete Blondelle einen Eupener Konter ein, via Fall landete der Ball erneut bei Blondelle am zweiten Pfosten, der den Ball aus kurzer Distanz unerklärlich links neben das Tor setzte.

Wiederum Glück für Eupen, als Pozuelo einen Freistoß in der 56. Minute nur an den linken Pfosten setzte. Claude Makelele reagierte und brachte den offensiveren Lazare für den mit der Gelben Karte belasteten Mulumba für die letzte halbe Stunde.

In der 65. Minute waren die Hoffnungen auf einen Eupener Punktgewinn dahin. Samatta setzte seinen Schuss an den rechten Pfosten, der Ball prallte vor die Füße von Trossard, der seinen zweiten Treffer des Abends machen konnte.

Aus dem Nichts  heraus erzielte Cheik Keita in der 81. Minute nach Zuspiel von Marreh den Anschlusstreffer zum 1:2. Drei Minuten später sorgte erneut Keita für Gefahr. Vukovic im Tor der Genker konnte den Schuss des Maliers über das Tor lenken. Am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Die Limburger bleiben in dieser Saison weiter ungeschlagen, die AS muss sich nach dem Zwischenhoch wieder mehr in Richtung Tabellenkeller orientieren.

Am kommenden Sonntag empfangen die Schwarz-Weißen Rekordlandesmeister RSC Anderlecht um 18 Uhr im Kehrwegstadion.

Christophe Ramjoie

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