Günter Delhaes zum Präsidenten des belgischen Schachverbandes wiedergewählt

Schach gilt als "das Spiel der Könige". Entsprechend hoch ist das Amt einzuschätzen, das dem Eupener Günter Delhaes anvertraut wurde. Zum dritten Mal wurde er als Präsident des belgischen Schachverbandes gewählt.

Günter Delhaes, Präsident des belgischen Schachverbandes

Günter Delhaes (Archivbild: Stephan Pesch/BRF)

Der belgische Schachverband hat rund 6.000 Mitglieder. In Belgien gibt es zwei sehr bekannte Turniere, die international ein hohes Ansehen haben, eins in Gent und eins in Charleroi. Sie dauern vier beziehungsweise neun Tage. „Diese beiden Turniere sorgen für Anerkennung, auch auf Weltsportebene“, sagt Günter Delhaes im Gespräch mit dem BRF.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist Schach als Sport anerkannt, das ist in den anderen Landesteilen nicht der Fall. Dort fällt Schach in den Bereich Kultur. Als Präsident will sich Delhaes weiter dafür einsetzen, dass Schach auch in Flandern und im französischsprachigen Landesteil als Sport anerkannt wird.

Das hat Vorteile, auch finanzielle. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft werden Schachspieler, die in der ersten Division spielen, als Spitzensportler anerkannt und es gibt Fördergelder.

Das Niveau der belgischen Schachspieler ist nach Ansicht von Günter Delhaes gut: „Wir haben in den letzten Jahren doch wieder einige sehr junge, gute Nachwuchsspieler, die Großmeisternormen gemacht haben. Leider, aus finanziellen Gründen, sehen wir diese Leute nicht in der Nationalmannschaften.“

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es rund 400 registrierte Spieler, das ist im Verhältnis deutlich mehr als in den anderen Landesteilen. Günter Delhaes: „Für unsere Verhältnisse ist unsere Gegend, Ostbelgien, gut aufgestellt.“ Und es gibt auch junge Hoffnungsträger. Dazu gehören die Geschwister Anastasia und Maximilian Ahn und die Nachwuchshoffnung Sascha Seibt.

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