Rückblick auf die zweite Woche der Tour de France mit Eva Maria Palm

Die zweite Woche der Tour de France ist am Sonntag zu Ende gegangen. Radsportlerin Eva Maria Palm blickt im BRF auf diese Woche zurück. Es gab zwar noch keinen belgischen Tagessieg, aber Eva Maria Palm findet, dass die Belgier ihren Job gut machen.

Eva Maria Palm im BRF-Studio

Eva Maria Palm im BRF-Studio

Die zweite Woche der Tour de France war interessanter als die erste: „Es ging jetzt bergauf, es waren nicht mehr die flachen Etappen wie in der ersten Woche. Und ich glaube, die Belgier sind wach geworden“, sagt Eva Maria Palm, „und das ist einfach für die belgischen Zuschauer sehr spannend.“

Greg Van Avermaet hatte am Samstag knapp einen Etappensieg verpasst. Der Australier Michael Matthews war einfach zu stark.

Die Belgier haben noch keine Etappe gewinnen können, sie sind aber doch gut dabei. Am Samstag gab es neben dem zweiten Platz von Van Avermaet einen vierten Platz für Philippe Gilbert. Tiesje Benoot fuhr auf Platz zehn. Eva Maria Palm: „Die Belgier sind mit dabei und sie machen auch das, was sie können. Wir haben im Moment keinen belgischen Fahrer dabei, der in der Tour für die Gesamtwertung fahren kann […] Aber die Fahrer haben ihre Teamkollegen, denen sie helfen müssen, und ich finde, dass die Belgier ihren Job gut machen.“

Einer der Belgier ist nicht mehr dabei: Tim Wellens hat am Sonntag aufgeben müssen. „Das ist immer schade, wenn man so ein Pech und gesundheitliche Probleme hat.“

An der Spitze ist es so spannend wie schon lange nicht mehr. Christopher Froome hatte – zumindest zeitweise – sein gelbes Trikot abgeben müssen. So überraschend findet Eva Maria Palm das auch nicht: „Froome hat vor der Tour gesagt, dass seine Konkurrenten so gut sind wie noch nie zuvor. Er hat auf mich keinen guten Eindruck gemacht in der Etappe, auf der er sein gelbes Trikot verloren hat. Ich denke Froome ist erfahren genug, um zu wissen, wie er seine Kräfte einteilen muss. Er hat das Gelbe Trikot zurück. Er verdankt auch vieles seinen guten Teamkollegen.“

Eva Maria Palm rechnet aber doch mit einem Sieg von Froome: „Er wird an das Zeitfahren denken, wo er gegenüber seinen nächsten Konkurrenten besser ist. Ich glaube, das ist kein Problem für Froome.“ Es hängt natürlich davon ab, wieviel Zeit er in den Alpen verliert. „Im Zeitfahren ist er der Stärkere von den Topfavoriten.“

Sehr wichtig ist auch immer die Mannschaft, und da hat nach Ansicht von Eva Maria Palm Froome die besten Voraussetzungen: „Ausschlaggebend wird das Zeitfahren sein.“

Bei den Flachetappen war der Deutsche Marcel Kittel fast unschlagbar. Viele rechnen mit einem Sieg von Kittel auf den Champs Elysées. „Die Bergetappen sind spannender, aber die Sprintetappen schaue ich auch mit sehr viel Freude“ sagt Eva Maria Palm,“Marcel Kittel ist vielleicht nicht unschlagbar, aber die Sprints, die er bisher gefahren ist, waren Wahnsinn. Und um ihn vom Sieg auf den Champs Elysées abzuhalten, wird schon ein hartes Stück für die anderen Sprinter.“

Am nächsten Sonntag weiß man mehr. Dann wird Eva Maria Palm gemeinsam mit der Sportredakion Bilanz der diesjährigen Tour ziehen.

Audiobeitrag

Rückblick auf die zweite Woche der Tour de France - Eva Maria Palm bei Werner BarthMP3

wb/est - Bild: Renate Ducomble/BRF

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