Leidet der AS-Nachwuchs unter dem Erfolg der ersten Mannschaft?

Bei der AS Eupen läuft es rund. In zwei Wochen starten die Schwarz-Weißen in ihre nächste Spielzeit in der 1. Division A. Bislang wurden elf Transfers getätigt und es sollen noch weitere folgen. Doch wo bleiben die regionalen Nachwuchsspieler, die von der AS Eupen ausgebildet werden und den Sprung in die ersten Mannschaft schaffen sollen? Der BRF hat darüber mit dem Leiter der AS-Nachwuchsabteilung gesprochen.

Ralph Thomassen

„Je besser die erste Mannschaft spielt, desto schwerer ist es für die Nachwuchskräfte Anschluss zu finden“, sagt Ralph Thomassen, Leiter der Nachwuchsabteilung der AS Eupen. „Es ist ja auch so, dass in den großen Leistungszentren der Bundesliga auch nur zwei bis drei Prozent den Durchbruch nur schaffen. Profifußball ist kein Zuckerschlecken. Da müssen die körperlichen und die psychischen Ansprüche stimmen. Und es ist halt sehr schwer, in eine Mannschaft wie die AS Eupen, die sehr offensiv, sehr modern, sehr schnell agiert, da rein zu kommen.“

Sehr gute Zusammenarbeit mit Aspire

Die Zusammenarbeit mit Aspire hat nach Ansicht von Ralph Thomassen keinen negativen Einfluss auf die Jugendarbeit: „Ganz im Gegenteil. Durch die Zusammenarbeit mit der Aspire Academy verfügen wir über ein Budget, das es uns erlaubt, gute Jugendarbeit zu gestalten.“ Das sehe man auch daran, dass die Jugendmannschaften der AS Eupen gut abschneiden.“ Wir spielen auch da den gleichen Systemfußball wie die erste Mannschaft, ausgerichtet auf Ballbesitz, auf Blockfußball. Aspire Academy hat uns auch eine Philosophie in den Jugendfußball rein gebracht.“

Wenn Standard Lüttich anklopft, ist es schwer die Spieler zu halten

Früher waren die Jugendmannschaften schlechter klassiert, aber es ragte immer der eine oder andere Spieler heraus. Jetzt gibt es bei der  AS Eupen viele gute Jugendmannschaften, „aber die Spieler sind sehr identisch und es ragt keiner so ganz heraus“ sagt Ralph Thomassen, „wir haben Jugendnationalspieler, wir verlieren leider auch Spieler an größere Vereine. Das ist nun mal unser Schicksal als kleiner Verein. Wenn Standard Lüttich anklopft, haben wir es schwer, unsere Spieler zu halten.“

Der Tansfer-Kampf beginnt immer früher, um immer jüngere Spieler. Da haben größere Vereine oft bessere Angebote, weil sie einfach über mehr Geld verfügen. Ralph Thomassen: „Es sind gemischte Gefühle, wenn ein guter Spieler geht. Es ist einerseits Stolz, weil wir es geschafft haben, gute Jugendspieler zu haben, andererseits auch schade, weil wir dann auch wieder einen unserer Jungs verlieren.“

Es gibt Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können

Es gibt zur Zeit einige Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können: „Wir haben im Moment drei dabei: Karatas, Schillings und Mouchamps, das sind drei Spieler, die im Kader mit trainieren. Ich denke, dass vor allem der Damien Mouchamps im Sturm eine Alternative sein kann. Die ersten beiden Einsätze in der laufenden Saison waren vielversprechend. Die beiden anderen sind noch nicht ganz weit.“

Auch bei den ganz Kleinen der AS Eupen sind vielversprechende Talente. Um die fördern zu können, will der Verein mit den Schulen vorantreiben.

cr/est - Foto: Privat

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