Ausblick auf Schachfestival der Schachfreunde Wirtzfeld

Es ist nicht nur ein Schachturnier, sondern gleich ein ganzes Schachfestival. Die Schachfreunde Wirtzfeld organisieren am kommenden Wochenende wieder ihre Open. Diesmal sind sie damit auch etwas früher im Kalender, um eine mögliche Kollision mit dem Beginn der Sommerferien zu vermeiden.

Die Schachfreunde Wirtzfeld haben sich wieder einiges vorgenommen. Nicht ganz so viel wie im vergangenen Jahr, wo sie neben ihrem jährlichen Turnierwochenende zusätzlich die belgische Einzelmeisterschaft ausgerichtet haben. Ihr Internationales Eifeler Schachfestival soll aber so groß werden wie nie. Zum dritten Mal greifen die Schachfreunde dabei auf das Sport- und Kulturzentrum Herzebösch in Elsenborn zurück.

„Am Freitagabend findet ein Blitzturnier statt. 15 Runden an fünf Minuten pro Spieler. Dieses Turnier zählt zum ersten Mal als SVDB-Blitzmeisterschaft“, erklärt Turnierleiter Viktor Schleck. SVDB – das ist der Schachverband der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Zu diesem Blitzturnier werden 50 bis 60 Teilnehmer erwartet, Jugendliche wie Erwachsene.

Der Samstagvormittag gehört dann alleine dem Schachnachwuchs, der in Fünferteams antritt: „Unter den fünf Spielern soll mindestens ein Mädchen sein. Die sind leider im Schach sehr schlecht vertreten“, so Viktor Schleck.

Woran das liegt erklärt der Präsident der Schachfreunde Wirtzfeld, Paul Zilles: „Wir tun unser Möglichstes. Wir werden im September wieder einen Anfängerkursus starten, aber viele Vereine haben Nachwuchsprobleme, das ist bei uns leider nicht anders. Wie gesagt, wir tun unser Bestes, aber meistens, wenn die Jugendliche studieren gehen, hören sie auf. Und mit den Mädchen ist das so: Es gibt Spielerinnen in Belgien, aber sehr weniger und die meisten hören auf, wenn sie Anfang 20 sind. Nur ganz wenige machen weiter.“

Am Angebot in Sachen Nachwuchsarbeit soll es nicht liegen, sagt der Präsident der Schachfreunde: „Wir trainieren jeden Samstag im Pfarrheim In Bütgenbach, also sieben oder acht Jugendliche in drei Gruppen. Wir führen sie auch ran an die Interclubmeisterschaft. Verschiedene von ihnen spielen schon mit um ELO-Punkte, so führen wir sie an die Mannschaft heran, dass sie mal richtig Turnierschach spielen können.“

So auch beim Jugendturnier des eigenen Vereins, gäbe es da nicht ein Handicap: „Wir haben ein großes Problem, wir haben kein Mädchen. Aber das ist nicht so schlimm, wir sehen das nicht so genau. Es wird angeraten, aber wenn es nicht klappt, dann ist es eben so“, sagt Viktor Schleck.

Angekündigt sind auf jeden Fall Jugendteams aus der Grenzregion und von weiter weg: „Wir sind wieder sehr international. Die Mannschaft aus Krakau kommt zum dritten Mal. Die Luxemburger Nationalmannschaft ist mit zwei Teams vertreten. Dann sind auch Teams aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen dabei. Ich hoffe, die anderen Vereine aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sowohl Eynatten als auch Eupen, werden vertreten sein, Lüttich und so weiter, und dann schauen wir mal“, so Viktor Schleck.

Am Samstagnachmittag geht es dann nahtlos weiter mit einem Viererturnier: „Vier Spieler pro Mannschaft. das Turnier ist offen, da können sowohl Erwachsene als auch Jugendliche mitspielen – da erwarten wir 20 bis 30 Mannschaften.“ Und einen Überraschungsgast, wie Viktor Schleck schon mal freimütig verrät: „Da nimmt die beste deutsche Schachspielerin, die Großmeisterin Elisabeth Pähtz teil. Sie war zweimal Jugendweltmeisterin. Sie wird die Preisverteilung vornehmen. Ich denke, dass ist für die Kids schön, wenn sie von ihr einen Pokal überreicht bekommen.“

Damit ist das Programm beim Internationalen Eifeler Schachfestival aber noch nicht vorbei: Am Sonntagmorgen geht es weiter mit einem Einzelturnier: „Da wird dann schon richtig gekämpft. Schwer zu sagen, wer Favorit ist. Elisabeth könnte vorne mitspielen, aber auch der deutsche Meister Daniel Fridmann ist dabei, außerdem der Franzose Sébastien Feller und noch einige andere. Die hiesigen Spieler werden versuchen, sich ein bisschen einzumischen, wenn es um die Podiumsplätze geht“, schließt Viktor Schleck ab.

Stephan Pesch - Archivbild: BRF

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