Naturpark Hohes Venn-Eifel vor neuen Herausforderungen

Der Naturpark Hohes Venn-Eifel hat am Dienstag seinen Verwaltungsplan für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Das über Hundert Seiten schwere Dokument beschreibt, wie sich der älteste Naturpark der Wallonie für die Zukunft aufstellen will. Handlungsbedarf besteht. Denn von der Schönheit der Natur alleine kann ein Naturpark nicht überleben.

Naturpark Hohes Venn-Eifel vor neuen Herausforderungen

Bild: Volker Krings/ BRF

Für den Naturpark Hohes-Venn Eifel gilt das, was für alle wallonischen Naturparks gilt: Naturschutz, ländliche Entwicklung und Landschaftspflege, erklärt Direktorin Fabienne Nyssen. Um diese Ziele zu erreichen setzt man im Naturparkzentrum Botrange auf Partnerschaft und Zusammenarbeit, Innovation und Experimente und auf die Sensibilisierung – Themen, die sich quer durch alle kommenden Projekte ziehen werden.

Dabei baut man auch verstärkt auf die eigene Bevölkerung. Also auf die Menschen, die im Gebiet des Naturparks leben, wohnen und arbeiten. Das sind zum größten Teil die Einwohner der Gemeinden Büllingen, Bütgenbach, Weismes, St. Vith und Burg-Reuland. Sie sollen auch ihren Teil zum Erhalt des Naturschutzgebietes beitragen und sich mit ihm identifizieren. Denn daran fehlt es noch, sagt Fabienne Nyssen. Manche wissen noch nicht einmal, dass sie in einem Naturschutzgebiet leben.

Aus den Bewohnern sollen Akteure werden, die auch stolz darauf sind in einem Naturschutzgebiet zu leben. Das ist eines der Ziele für die kommenden zehn Jahre. Doch nicht nur bei den Einwohnern müssen der Naturpark Hohes Venn-Eifel und das dazugehörige Naturparkzentrum Botrange bekannter werden, sagt Präsident Alfred Ossemann. Denn im Tourismus hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Den Boom des Radtourismus hat man auch auf Botrange mitbekommen. Das touristische Potenzial muss besser genutzt werden.

Ein Ort für alle soll es werden, erklärt die Direktorin, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Sowohl drinnen, als auch draußen soll alles zugänglicher werden. 25 bis 30.000 Besucher kommen pro Jahr nach Botrange. Darunter auch 8.000 Schüler, die das naturpädagogische Angebot nutzen. Das ist nicht schlecht, aber ausbaufähig sagt Alfred Ossemann.

 

Text und Bilder: Volker Krings/BRF

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Ein Kommentar
  1. Gerhard Meyer

    „… Sie sollen auch ihren Teil zum Erhalt das Naturschutzgebietes beitragen und sich mit ihm identifizieren. Denn daran fehlt es noch, sagt Fabienne Nyssen. Manche wissen noch nicht einmal, dass sie in einem Naturschutzgebiet leben….“

    Die Sprüche sind „sehr gut“, Frau Nyssen. Liegt es vielleicht daran, dass manche Funktionäre „vergessen“ haben, die Fördergelder in sinnvolle Projekte zu investieren? Da die Wanderwege im Hohen Venn sich seit Jahren in einem katastrophalen Zustand befinden, dürften sich wohl nur die „Verantwortlichen“ wundern, dass die Bevölkerung südlich von Botrange sich nur bedingt mit diesem Refugium identifiziert.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Alles von Eupen gesteuerte ist letztendlich zum Scheitern verurteilt.

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