Faymonville und Noël unter den 500 reichsten Belgiern

Familie Faymonville aus Büllingen, Familie Noël vom Unternehmen NMC in Eynatten und auch Familie Müller aus Eupen - sie alle nehmen einen Platz in der Top 500-Liste der reichsten Belgier ein, die jüngst vom Finanzjournalist Ludwig Verduyn veröffentlicht wurde.

Yves Noël ist der neue Ordensträger der Goldenen Feder

Yves Noël vom Unternehmen NMC in Eynatten belegt Platz 165 im Ranking

Der belgische Finanzjournalist Ludwig Verduyn hat erneut eine Top 500-Liste der reichsten Belgier veröffentlicht. Darunter befinden sich auch acht Familien aus dem Bezirk Verviers. Auf Platz 118 steht die Familie Faymonville aus Büllingen mit einem persönlichen Vermögen von 135,5 Millionen Euro. Faymonville ist einer der führenden Hersteller von Aufliegern für den Spezialtransport.

Auf Platz 165 steht die Familie Noël vom Unternehmen NMC in Eynatten. Das Vermögen der Familie um Yves Noël wird mit 97,7 Millionen Euro beziffert.

Auf Platz 283 der Liste Verduyns steht die Familie Müller aus Eupen, die ihr Geld unter anderem mit der Vermietung von mobilen Toilettenhäuschen verdient. Ihr Toiletten-Imperium Dixi-Toi Toi vermietet demnach 170.000 Toilettenhäuschen in 31 Ländern. Ihr Vermögen soll rund 52 Millionen Euro betragen.

Rang 407 nimmt Familie Detry aus Aubel mit 34,7 Millionen Euro ein.

Wie im Vorjahr führen die Aktionärsfamilien des Brauriesen AB-Inbev die Liste der reichsten Belgier mit einem Vermögen von 52,8 Milliarden Euro an. Das sind drei Milliarden mehr als im letzten Jahr. Direkt dahinter folgt der Geschäftsmann Albert Frère mit 6,2 Milliarden Euro. Auf Platz drei ist die Familie Colruyt mit einem Vermögen von 7,3 Milliarden Euro vorgerückt.

meuse/derykstebelgen/mz - Archivbild: Nicolas Lambert (belga)

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7 Kommentare
  1. Theissen Walter

    Und wieviel haben diese Leute für soziale Zwecke übrig?

  2. Ramscheid Bernard

    Es gibt auch Menschen, die für soziale Zwecke spenden und es nicht an die große Glocke hängen.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Dann können diese angeblich so „sozialen“ Multimillionäre doch bestimmt locker mal was für all die Menschen machen, die auch bei uns in der DG unter erbärmlichen Verhältnissen vegetieren müssen im reichsten Land der Welt, weil sie alt, schwach und krank sind. Oder auf die Drogendealern / Alkiparties reingefallen sind.

    Oder für die Millionen Obdachlosen in Deutschland, die Tierheime in Belgien. Oder für die Jugendarbeit damit die Jugendlichen in Belgien nicht weiterhin den rechtsextremistischen Rattenfängern aus der belgischen Neonaziszene in die Hände fallen und vor harten Drogen wie Alkopops und Chrystal-Meth bewahrt werden.

    Na, wie wärs mal mit wirklich sozial statt nur RTL-Show und „Charity“ in der Gala-Presse?

  4. Marcel Scholzen

    Viel Vermögen bedeutet nicht unbedingt, dass diese Leute reich sind. Um sich ein möglichst genaues Bild zu machen, müsste man auch den Schuldenstand kennen. Nur wenn man beides gegenüberstellt, kann man die Situation richtig beurteilen. Öfters ist es mehr Schein als Sein.

    (AdR: Beim Kommentarschreiber handelt es sich nicht um Marcel Scholzen aus Losheimergraben.)

  5. Jean-Pierre DRESCHER

    Falsch! Man kann sogar gezielt richtig viel Schulden machen ohne gezwungener Maßen zur Mafia gehören zu müssen durch Langzeitkredite, um

    a) fett Party zu machen und z.B. wie die Griechen anschließend Deutschland um tausende Milliarden Euro zu erpressen

    b) wie z.B. in Belgien das Steuerkontrollamt zu betrügen, während die ausgeliehenen Mäuse in Luxembourg oder auf den Malediven sich kräftig durch Zinseszins steuerfrei vermehren

    Auf jeden Fall zeigen nicht nur die griechischen Großgrundbesitzer ein absolut sorgloses megareiches Dolce-Vita mit Nonstop-Parties auf der Segeljacht – auch die EZB-Studie brachte den repräsentativen Beweis, dass der Durchschnittgrieche (Medianwert) 250.000 EUR an Wohn- und Sacheigentum besitzt, während Deutschland als Schlusslicht nur 30.000 EUR im Schnitt besitzt (bei der größten sozialen Ungleichheit in ganz Europa).

    Wie auch immer – unser Geld wandert auf jeden Fall von unten nach oben.

  6. Guido Scholzen

    Anstatt wie in marxistischer Neidkultur jeden Reichen als einen dreckigen Kapitalisten zu beurteilen, sollte auch dazu gesagt werden, wie denn verschiedene Menschen reich wurden.

    Darf ein Ives Noël oder Familie Faymonville nicht stolz auf das Geleistete sein? Die haben zuerst viel riskiert und gut gewirtschaftet, bevor der Profit kam. Soll Leistung etwa nicht belohnt werden? Sind Reiche etwa automatisch unsozial?
    Wohlstand entsteht durch Arbeit und Einsatz und nicht durch permanentes Umverteilen. Wer wöllte da noch gern was tuen?
    Nach Recht und Gesetz Arbeitsplatzschaffende Unternehmer sind sozialer als diejenigen, die denen das Geld wegnehmen wollen.
    In den 10 Geboten heisst es nicht umsonst „du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut“. Neid ist eine der 7 Hauptsünden des Christentums.

    Werte Neidhammel, wenn Ihr 10 Millionen Euro im Lotto gewinnen würdet, würdet ihr euer Geld auch verschenken?

  7. Jean-Pierre DRESCHER

    Ich begehre ganz sicher nicht das Kapital der Milliardäre. Es ist nicht schwer, sich an das 10. Gebot zu halten bzw. an die zehn Gebote. Ça va?

    Wenn Sie mir zugehört haben, wissen Sie, dass nicht jeder der viel Geld hat, dieses auf ehrliche Art geholt hat. Ich kann nicht beurteilen, wie es bei den einzelnen Personen der Fall ist – wil auch gar nicht das schlimmste bei den Multimillionären in der DG vermuten!

    Fakt ist dennoch, das ist klare christliche Rechtslehre und nicht „Klassenkampf“ oder von Karl-Marx neu erfunden – Kapital verpflichtet. Wer viel arbeitet soll auch viel Eigentum dürfen, d’accord. Wer mehr hat als er zur Bedürfnisbefriedigung jemals konsumieren kann, hat normalerweise aber das Eigenbedürfnis, den Überschuss für die Gesellschaft einzusetzen.

    Wer Eigenkapital oder gar Fremdkapital einsetzt zum Marktmißbrauch, für Korruption oder mit Absicht Notstandshilfen unterlässt dort wo Not ist, muss staatliche Angleichungsmaßnahmen in Anspruch nehmen für Flüchtlinge, Tierheime, etc.

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