Studenten diskutieren beim Politischen Frühschoppen

Die deutschsprachigen Studentenvereinigungen Paludia, Eumavia, Ostana und Destuna haben am Sonntagvormittag zum "Politischen Frühschoppen" eingeladen. Bier gab es zwar auch, im Vordergrund stand aber die politische Debatte.

Bei einer Podiumsdiskussion im BRF-Foyer stellten sich Vertreter aller sechs deutschsprachigen Parteien den Fragen der Studenten.

Vor zwei Jahren gab es bereits eine Diskussionsrunde in Namur, bei der aber nur zwei Vereinigungen mitgemacht hatten. Jetzt waren alle vier am Start. „Ziel war, dass wir jugendliches Publikum hierher bringen“, sagt Andreas Lejeune von der Destuna. „Dementsprechend haben wir die Themen ausgesucht. Themen, die die Jugendlichen interessieren könnten.“

Vier Themenblöcke gab es: Leben und Arbeiten in der DG, Flüchtlinge in Ostbelgien, Terror und Tihange – Wie sicher lebt es sich noch? und die Frage nach mehr Autonomie oder nicht.

„Ich glaube, die meisten Studenten sind politisch, weil man der Politik kaum noch aus dem Weg gehen kann“, meint Lejeune. „Wenn jetzt Leute hier waren und sich dadurch eine eigene Meinung gebildet, dann ist das umso besser.“

Die Organisatoren waren mit der Veranstaltung zufrieden. Auch wenn sich Andreas Lejeune von den Politikern etwas klarere Antworten gewünscht hätte, wie er im BRF-Interview verriet. „Ich hätte mir eine deutlichere Abgrenzung zum Hass auf Flüchtlinge, den es auch in Ostbelgien gibt, gewünscht.“

Ein weiterer Politischer Frühschoppen ist derzeit nicht geplant. Dennoch sind die Organisatoren zuversichtlich, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war.

Volker Krings - Bild: BRF

10 Kommentare
  1. Marcel Scholzen

    Diese Verantstaltung hat auf’s Neue bewiesen, das Politik eine Veranstaltung von Akademikern unter sich ist. War in früheren Zeiten der Adelstitel Bedingung, um in Armee und Politik Karriere zu machen, so sind heute akademische Titel Grundvoraussetzung, um in Amt und Würden zu gelangen.

    (AdR: Beim Kommentarschreiber handelt es sich nicht um Marcel Scholzen aus Losheimergraben.)

  2. Bernd Brauer

    #Herr Scholzen
    Waren Sie da? Haben Sie mitdiskutiert? Die Veranstaltung war für alle offen. Möglicherweise ist es einfacher, seine Meinung in Foren wie diesem, oder noch besser, anonym bei DGlive kundzutun. Jedenfalls waren die Antworten der Politiker für jeden verständlich und mir ist es egal, ob die von Akademikern oder Arbeitslosen kommen.

  3. Angela Kerstges

    Bravo Herr Brauer!

  4. Nelles Jean-Pierre

    @BRF, wo kann man sich diese Aufzeichnung anhören?

  5. BRF Redaktion

    Hallo Herr Nelles, es ist noch nicht entschieden, wann der Frühschoppen ausgestrahlt wird.

  6. Marcel Scholzen

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass in der heutigen Zeit fast ausschliesslich Akademiker die Politik bestimmen. Und viele sind darunter, die direkt nach der Uni oder Hochschule in die Politik gegangen sind, und niemals berufliche Erfahrung in einem Betrieb gesammelt haben, also auch nicht wissen, was es heisst, morgens aufzustehn und eine produktive Leistung zu vollbringen.

    Beispielsweise haben in der französischen Nationalversammlung nur 10 Prozent der Abgeordneten eine Berufserfahrung in einem Betrieb (Quelle FIGARO). Um das abzumildern, wurden schon Betriebspraktika für Abgeordnete organisiert. Da muss man sich nicht wundern, wenn ein Land in einer Wirtschaftskrise ist, und nicht herausfindet, weil einfach der Sachverstand bei den Entscheidungsträgern fehlt.

    (AdR: Beim Kommentarschreiber handelt es sich nicht um Marcel Scholzen aus Losheimergraben.)

  7. Bernd Brauer

    #Herr Scholzen
    Kann es sein, daß die Ihrer Meinung nach Unterrepräsentierten kein Interesse an Politik haben, oder aber sich nicht trauen (Schwellenangst) aktiv zu werden.
    Es ist einfacher, auf dem Standpunkt zu beharren, sowieso nichts ändern zu können. Sind nicht deshalb Menschen zugänglich für nachgeplapperte Stammtischparolen (z.B. AfD, Pegida in D)?

  8. Damien François

    Herr Brauer, wieder einmal auf die AfD oder Pegida kloppen ist ein Anachronismus; denn, sind diese verantwortlich für die vielen gesellschaftlichen Missstände (und insbesondere die Flüchtlingskrise)? Wohl kaum, da sie bislang nicht einmal Teil der Regierungen waren. Die, die gar nichts „dafür können“ verantwortlich machen passt aber zum guten Ton, heutzutage. Ich vermisse daher das Adjektiv „braun“ in Ihrem Kommentar…

  9. Angela Kerstges

    Herr François, wenn Sie sich Ihrer Sache betreff „braun“ so sicher sind, ganz einfach, dann nennen SIE! diese doch!