Aachen will keine Jodtabletten vorsorglich verteilen

Der Aachener Stadtrat lehnte den Antrag der Grünen-Fraktion, Aachener Haushalte vorsorglich mit Jodtabletten auszustatten, ab. Die Grünen wollen die Bevölkerung mit den Tabletten bei einem Unfall im Atomkraftwerk von Tihange schützen.

Jodtabletten

Illustrationsbild: Hannibal Hanschke/EPA

Aachener Haushalte sollen nicht vorsorglich mit Jodtabletten ausgestattet werden. Der Aachener Stadtrat lehnte einen entsprechenden Antrag der Grünen-Fraktion ab. Mit der Verteilung von Jod-Tabletten wollten die Grünen die Bevölkerung bei einem Unfall im Atomkraftwerk von Tihange schützen.

Jod-Tabletten können bei einer Nuklearkatastrophe das Risiko für Schilddrüsenkrebs mindern.

Die Mehrheit im Aachener Stadtrat lehnte den Vorschlag aber ab, weil die Dosierung der Tabletten stark abhängig von Alter und Gesundheitszustand der Patienten ist. Sie will erst verbindliche Vorgaben der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung abwarten, bevor sie die Jodtabletten verteilt.

wdr/ake - Illustrationsbild: Hannibal Hanschke (epa)