Streik in Ostbelgien zu Ende gegangen

Vom zweiten Streik-Montag war auch Ostbelgien betroffen. Die größte Aktion gab es in der Eupener Industriezone. In einigen Supermärkten standen die Kunden vor verschlossenen Türen, Busse fuhren nur vereinzelt.

Streik-Montag: Industriezone Eupen

Die Gewerkschaften FGTB und CSC haben die Streikaktionen im Bezirk Verviers und im Eupener Raum als vollen Erfolg gewertet. Die Aktionen in den Industriezonen von Les Plenesses in Thimister-Clermont, Petit-Rechain und Eupen mobilisierten rund 2000 Gewerkschafter.

In Eupen hatten Streikposten die sechs Zufahrten zur Industriezone versperrt. Die Kreisverkehre der Herbesthaler Straße und die Zufahrt in die Eupener Innenstadt blieben aber frei befahrbar. (Video aus der Sendung „Blickpunkt“)

Neben der Industriezone wurden auch andere Betriebe bestreikt, darunter das Kabelwerk in Eupen und NMC in Eynatten. Auch manche Supermärkte schlossen sich dem Streik an.

Im Eupener Krankenhaus wurde nur ein Notdienst aufrecht erhalten. Der öffentliche Nahverkehr lag fast vollständig still, in den meisten Gemeinden auch die Postverteilung, weil Streikposten das Verteilerzentrum in Lüttich blockierten.

Ferdi Leusch von der CSC und Renaud Rahier von der FGTB bezeichneten den Tag im BRF-Interview als großen Erfolg.

mz/vk/km - Bild: BRF

2 Kommentare
  1. André Davids

    „Ferdi Leusch von der CSC und Renaud Rahier von der FGTB bezeichneten den Tag als großen Erfolg.“
    Großer Erfolg? Welche erfolgreichen Ergebnisse wurden denn mit der Regierung (durch Verhandlungen?) erzielt? Was hat sich zum Wohle der Bürger verbessert?

  2. Kerstges Angela

    Gewerkschaft! In meinen „Sturm und Drangjahren“ war ich aktives Gewerkschaftsmitglied erhoffte mir daher u.a. effektiv einen Arbeitsplatz, doch irgendwann fragte mich ein Gewerkschaftsangestellter: „ach, Sie wollen wirklich arbeiten?“ Man bedenke, ich =weiblich, scheinbar wurde zu dieser Zeit mein Geschlecht zwar als „kassieren, doch nicht arbeiten wollen“ angesehen.