Mathias Cormann löst großes Medienecho aus

Die steile Karriere des Raereners Mathias Cormann hat landesweit Beachtung gefunden. Cormann wurde vom neuen australischen Premier Tony Abbott zum Finanzminister berufen. Cormann war 1996 nach Australien ausgewandert und saß dort seit 2007 im Senat. Angefangen hatte seine politische Karriere im Raerener Gemeinderat.

Mathias Cormann aus Raeren ist Australiens neuer Finanzminister

Mathias Cormann aus Raeren ist Australiens neuer Finanzminister

Die flämische Tageszeitung De Morgen widmet dem designierten Finanzminister Australiens ein Porträt. Darin lässt die Zeitung unter anderem den ehemaligen Raerener Bürgermeister Bruno Fagnoul und den ehemaligen CSP-Regionalvorsitzenden Mathieu Grosch zu Wort kommen.

Der frühere liberale Pensionsminister und amtierende Bürgermeister von Kortrijk, Vincent Van Quickenborne, berichtet über eine Begegnung mit Cormann vor einigen Jahren. „Mathias ist ein echter Belgier und spricht fließend Niederländisch“, wird Van Quickenborne zitiert.

Der frühere CSP-Gemeinschaftssenator Dr. Hubert Chantraine, für den Cormann kurze Zeit tätig war, lobt im BRF das politische Talent und den Fleiß des Juristen.

Der Europa-Abgeordnete Mathieu Grosch hebt im BRF-Interview die große Kommunikationsfähigkeit des 42-Jährigen hervor. Nach seiner Wahl zum Europa-Abgeordneten habe sich der junge Mathias Cormann sofort bei ihm gemeldet, so Grosch.

Cormann, der 1996 nach Australien ausgewandert war, saß seit 2007 für die konservative Opposition im Senat. Die Berufung des Raereners in das Kabinett des neuen Premierministers Tony Abbott ist nach Darstellung australischer Medien dennoch eine Überraschung.


morgen/rkr

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13 Kommentare
  1. Georg Kremer

    Typisch Joëlle Milquet! Ganz unbescheiden meint die Innenministerin: „Schön, dass WIR solche Kompetenzen nach Australien exportieren können“. Vielleicht sollte sich mancher Frankophone mal ein Beispiel daran nehmen, dass man vor allem dann eine tolle Karriere machen kann, wenn man nicht nur seine Muttersprache beherrscht.

  2. marcel scholzen (eimerscheid)

    Die Karriere des Mathias Cormann ist schon beeindruckend. Hatte wahrscheinlich das Glück die richtige Frau aus einer einflussreichen Familie gefunden zu haben.

  3. Angela Kerstges

    @Georg Kremer, stimme Ihnen 100% zu. Beispiel: kürzlich hat mein Enkel ein Praktikum in Lüttich gemacht, u.a. hatte er mit Niederländern im Bereich einer notwendigen Ausfahrt Kontakt. Keiner seiner Gruppenmitglieder konnte sich mit den Niederländern unterhalten! Mein Enkel schaffte es mit Deutsch und Englisch. Den Frankophonen blieb fast der Mund offen vor Staunen!

    übrigens, mich stört auch das „WIR“ von Milquet

  4. Laurent Klein

    Schade, dass kompetente Belgier auswandern müssen, um es zu etwas bringen zu können.

  5. marcel scholzen (eimerscheid)

    Das Bibelwort, wonach der Prophet nichts im eigenen Land gilt, scheint sich hier voll erfüllt zu haben. Tausende Grenzgänger beweisen, dass sie im eigenen Land keine Perspektive finden.

  6. Raphael Kreusch

    Glückwunsch, es ist ein Junge. Bleibt nur noch eines: sich an möglichst viele lokalpatriotische Reflexe halten. Die Sprachkenntnisse loben, den Vergleich mit den Wallonen suchen und so Sensationen zutage tragen wie: Er hat sich bei Mathieu Grosch gemeldet. Kurzum: Er ist aus der DG, da müssen wir dafür sein. Worin die ersten politischen Ankündigungen seiner Regierung bestehen, ist da doch Nebensache. Möglichst viele Flüchtlingsboote abfangen und entgegen geltendem Völkerrecht auf hoher See zurückschicken, die gerade erst eingeführte CO2-Steuer abschaffen, das Entwicklungsbudget massiv kürzen … alles egal. Es ist ein Junge, und er kann Niederländisch!

  7. Manuel Dejonghe

    Naja, wo die Welt Kopf steht ist man auch vielleicht eher Hinterwäldler…

  8. Dieter Leonard

    @Raphael Kreusch
    Wohltuender Kommentar ! Bravo !
    Es fehlt nur die Frage: Ist er ausgewandert oder nicht doch eher geflüchtet ? Was ihn jedoch selbst noch nicht zum Flüchtling macht … Die Politik seiner Partei sagt auch etwas über den Menschen, aber wen interessiert das schon ?

  9. Ronny Ramscheidt

    wer Herrn Matthias Cormann NICHT kennt oder nur aus der Presse kennt, sollte besser nicht mitreden! Herr Cormann ist nicht geflüchtet, sondern ausgewandert! Da er ja schon lange lange Zeit in Australien lebt, kann man ihm das nicht vorwerfen, denn bisher hat sich kein DG’ler für seine Karriere wirklich interessiert! (Ausgenommen von denen, die ihn persönlich kennen, NICHT aus den Medien!!!)

  10. Dieter Leonard

    @Ronny Ramscheidt
    Sie täuschen sich oder wurden getäuscht!
    PS. Ich habe Herrn Cormann Mitte der 90er Jahre persönlich kennengelernt. Darf ich jetzt mitreden ?

  11. Ronny Ramscheidt

    Sehen Sie, Herr Leonard, DAS ist der Unterschied! Ich kenne Herrn Cormann schon aus den 80er Jahren, also lange bevor Sie ihn kennen lernen durften, konnten!!

    Ich kenne seine gesamte Familie (inkl. ALLER Geschwister) schon seit ich Kind war!!

  12. Dieter Leonard

    Tja Herr Ramscheidt,
    dann werden sie wohl Recht haben und alle Menschen, die von Herrn Corman damals tief enttaüscht waren haben sich sicher nur geirrt…
    Kann ja mal passieren …

  13. Ronny Ramscheidt

    Warum waren die Leute denn tief enttäuscht? Weil ein fähiger Mann seinem Heimtland den Rücken gedreht hat? Weil man hier OHNE Vetternwirtschaft keine politischen erfolge feiern kann?

    Wenn er doch ach so viele Leute enttäuscht hat, warum wird er denn JETZT von allen Seiten der Politik beglückwünscht? Oder wollen sich die Politiker mit einem so fähigen Mann brüsten?

    Genau diese Schleimerei ist, typisch DG eben, was ich abartig finde!!!

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