Der Cyberangriff auf den Dachverband der deutsch- und französischsprachigen Rechtsanwälte avocats.be betrifft neben Anwälten auch rund 27.500 weitere Kontaktpersonen. Das hat die Vereinigung jetzt mitgeteilt. Betroffen sind unter anderem Notare, Justizmitarbeiter und Ansprechpartner bei Verwaltungen, Universitäten und Polizeidienststellen.
Die Hacker hatten Ende Oktober Zugriff auf die Kontaktdatenbank der Vereinigung erhalten. Dabei wurden Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und teilweise auch Postanschriften erbeutet. Die Daten wurden anschließend im Darknet zum Verkauf angeboten.
Nach bisherigen Erkenntnissen sind weder Bankdaten noch sensible persönliche Informationen betroffen. Allerdings könnten die erbeuteten Kontaktdaten für Phishing-Versuche oder Identitätsbetrug missbraucht werden. Avocats.be rät deshalb zu besonderer Vorsicht bei ungewöhnlichen E-Mails, SMS und Anrufen.
Die Vereinigung hat den Angriff nach eigenen Angaben noch am selben Tag eingedämmt und die Datenschutzbehörde sowie das Zentrum für Cybersicherheit informiert.
Anwaltskammern im Visier von Cyberkriminellen - Keine Mandantendaten abgegriffen
mitt/gaz