Der Dachverband der französisch- und deutschsprachigen belgischen Rechtsanwälte, OBFG, bemüht sich mit Hochdruck darum, die Auswirkungen einer Welle von Hackerangriffen auf Daten von Anwälten einzudämmen.
Nach Angaben von Nathalie Fonsny, Präsidentin der Rechtsanwaltskammer des Gerichtsbezirks Eupen, ist es nicht auszuschließen, dass es den Angreifern in einigen Fällen gelungen ist, berufliche E-Mail-Adressen und private Telefonnummern von Anwälten zu erbeuten. Fonsny bestätigte dem BRF, dass der OBFG umgehend reagiert hat. Er habe sein Team für den Umgang mit Datenlecks aktiviert, die Ursache des Vorfalls ermittelt und beseitigt sowie die Sicherheitsmaßnahmen für den Zugriff auf die Daten der Rechtsanwälte verstärkt.
Die Anwaltskammer und die Anwälte sind zu strikten Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. Insbesondere wird dringend angeraten, bestehende Passwörter umgehend zu ändern, um sensible Zugänge und Daten zu schützen.
Zum genauen Gesamtumfang der Cyberattacke konnte zum aktuellen Zeitpunkt noch keine abschließende Bilanz gezogen werden. Entwarnung gab es indes für die sensiblen Informationen von Mandanten: Nach aktuellem Stand sind keine Akten oder Daten von Rechtsanwaltskunden von dem Angriff betroffen.
Manuel Zimmermann