Von Januar bis Oktober dieses Jahr wurden dem Arbeitsamt der DG insgesamt 82 offene Stellen im Gesundheitsbereich gemeldet. Knapp die Hälfte der offenen Stellen ist in der Pflege, ein Viertel bezieht sich auf Ärzte. Aktuell sind davon noch 44 Stellen unbesetzt. Das geht aus der Antwort auf eine Frage des SP-Abgeordneten Lothar Faymonville im PDG hervor.
Die Zahlen zeigten deutlich, dass der Bedarf für mehr Fachkräfte im Gesundheitsbereich vorhanden sei, sagte Gesundheitsministerin Lydia Klinkenberg. Die Regierung hoffe deshalb, Pflegekräfte aus dem Ausland anzuwerben. Ein Austausch mit einer vergleichbaren Initiative aus dem Saarland wurde Anfang Oktober vorgestellt. Allerdings muss sie noch noch an belgisches Recht angepasst werden, bevor sie hier starten kann.
Im nächsten Jahr will die Regierung untersuchen lassen, wie viele Pflegekräfte genau in den kommenden Jahren in der DG gebraucht werden und daraufhin weitere Maßnahmen erarbeiten.
Die DG will außerdem neue Niederlassungen von Hausärzten weiter fördern. Das erklärte Klinkenberg im Parlament. Hintergrund war eine Frage zur Attraktivität von Praktikumsplätzen für Ärzte in der DG der Ecolo-Abgeordneten Fabienne Colling. Die Ministerin erklärte, zurzeit seien 17 Hausärzte aus der DG als betreuende Lehrärzte tätig. Die Anzahl der jährlichen Praktika von Medizinstudenten in Ostbelgien werde aber nicht erfasst.
Um mehr Nachwuchs in die DG zu locken, untersucht die Regierung aktuell, wie sie ihnen das Praktikum hier erleichtern könnte. Zum Beispiel will sie finanzielle Hürden abbauen. Als Vorbild dient hier ein Projekt aus der Region Verviers. Bei "J'adopte un étudiant" können Studenten während ihres Praktikums kostenlos bei Menschen in der Region unterkommen. Die DG-Regierung will jetzt prüfen, wie man das Projekt auch hier umsetzen könnte.
ake