Ein ehemaliger Polizist aus Lüttich soll gegen Bezahlung mehr als 300 falsche Verlustbescheinigungen für Fahrzeugpapiere, Personalausweise und Führerscheine ausgestellt haben.
Außerdem soll er vertrauliche Polizeiinformationen weitergegeben haben. Sein Fall wurde am Donnerstag vor Gericht verhandelt. Laut Anklage erhielt der Mann für jede falsche Bescheinigung 50 Euro.
Mit den Dokumenten konnten laut Staatsanwaltschaft Fahrzeuge wieder zugelassen werden, die eigentlich hätten beschlagnahmt werden müssen. Der frühere Polizist räumte die Taten vor Gericht ein. Er wurde inzwischen aus dem Polizeidienst entlassen.
Er arbeitet heute bei der wallonischen Finanzverwaltung als Kontrolleur. Die Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Haft auf Bewährung. Sein Anwalt forderte die Aussetzung der Urteilsverkündung. Dann würde er straffrei davonkommen, sollte er sich während einer gewissen Zeit nichts zu schulden kommen lassen. Das Gericht muss sein Urteil noch verkünden.
dh/ake