Weismes hat nach dem Brand im Hohen Venn rund 29.000 Kubikmeter Holz notfallmäßig verkauft - für gut zwei Millionen Euro. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf sind dadurch zwar deutlich höher als in den letzten Jahren, aber langfristig zahlt die Gemeinde drauf.
Durch den Notverkauf mussten die Bäume teilweise unter Marktwert verkauft werden. Einige hatten Brandschäden und andere mussten zu jung geerntet werden. So entgehen der Gemeinde mögliche künftige Einnahmen.
Außerdem muss die Gemeinde mehr ausgeben, weil sie neue Bäume pflanzen und die Waldwege wieder instand setzen muss. Deshalb hofft die Gemeinde auf Unterstützung von der Wallonischen Region.
Einziger Lichtblick sei, dass die betroffenen Parzellen zu zwei Dritteln im Moorgebiet lägen und die Laubholzbestände dort wenig Marktwert hätten, so der Waldschöffe der Gemeinde.
Insgesamt sind in Weismes 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen. Das entspricht einem Viertel des gesamten Gemeindewalds. Die Folgen für den Wald könnten bis zu 40 Jahre spürbar bleiben.
vedia/ake