Ins Leben gerufen wurde der City-Biathlon durch eine Kooperation des SC Elsenborn und des AC Eifel. "Beim AC Eifel gibt es einige Athleten, die regelmäßig auch an Cross-Biathlon-Veranstaltungen teilnehmen", erklärt Mitorganisator Jérôme Hilger-Schütz. Stephan Schwall ist dann mit der Idee gekommen, und wir haben Pascal und Stephan Langer vom SC Elsenborn dann kontaktiert. Die fanden das auch super."
Die Vereine setzten sich zusammen und entwickelten ein Konzept, das über den City-Biathlon hinausgeht. Denn auch für den Summertime Run und den Cross-Biathlon in Elsenborn sollte eine Gesamtwertung für Mannschaften geschaffen werden.
Die Strecke des City-Biathlons führte vom Schulhof des Königlichen Athenäums St. Vith aus durch den Stadtpark und am Büchelturm vorbei. Kinder bis 14 Jahre mussten die 950 Meter lange Strecke jeweils dreimal bewältigen, zweimal machten sie dabei an der Schießstation in der Sporthalle der Schule halt.
Die Bedingungen am Schießstand waren je nach Altersklasse unterschiedlich. "Die Kategorien U10 und U12 schießen mit einer Schießhilfe, also einem kleinen Böckchen, auf das sie die Gewehre setzen können. Die U14 schießen nur liegend und ohne Hilfe", erklärt Stephan Langer.
Bei den Erwachsenen standen insgesamt fünf Laufrunden auf dem Programm, viermal ging es an die Lasergewehre. Geschossen wurde sowohl liegend als auch stehend. Eine Gemeinsamkeit gab es dann aber in allen Kategorien: Jeder Fehlschuss wurde mit einer Strafrunde auf dem Schulhof geahndet.
Die Veranstalter haben im Vorfeld mit 50 bis 60 Teilnehmern gerechnet - ungefähr so viele wurden es dann auch am Ende. Rund die Hälfte von ihnen hatte bislang noch keine oder nur wenig Biathlon-Erfahrung, schätzt Jérôme Hilger-Schütz.
Neu war die Herausforderung auch für Markus Argembeaux aus Emmels. Er war zum ersten Mal bei einem Cross-Biathlon am Start. Von der Veranstaltung in St. Vith hatte er durch die Laufgruppe "Ready to Run" von Jérôme Hilger-Schütz erfahren.
"Ich habe früher einmal Paintball gespielt und mir gedacht, dass das mit dem Schießen noch passen müsste", lacht Argembeaux. "An und für sich war es sehr schön. Das Wetter hat natürlich mitgespielt. Das Schießen ist sehr anstrengend, da muss man wirklich einmal durchatmen am Anfang. Die Konzentration zu haben und das Gewehr wirklich ruhig zu halten, ist wirklich schwierig wenn man die Runde gelaufen ist. Das Laufen war aber nicht zu hart, das war ja nur jeweils eine Runde von 900 Metern. Aber das Schießen ist schon anspruchsvoll, das Ziel ist ziemlich klein."
Nach sieben Strafrunden absolvierte Argembeaux die Strecke als Siebtschnellster in der Gesamtwertung (23:55.0 Minuten). Er könnte sich durchaus vorstellen, noch einmal an einem Biathlon teilzunehmen, sagt er - und damit ist er sicher nicht der Einzige. Die Veranstalter ziehen jedenfalls ein positives Fazit.
"Das Interesse ist da und dann müssen wir mal gucken, wer dann am Ende vielleicht zum Biathlon oder auch zum Laufsport wechselt", erklärt Stephan Langer. Er geht außerdem davon aus, dass die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder im Kalender steht.
"Da müssten wir uns dann auch zeitnah nochmal zusammensetzen, um zu gucken, ob wir nicht sogar diese drei Veranstaltungen, also den Summertime Run, den Cross-Biathlon und den City-Biathlon, zusammen auf eine Gesamtwertung setzen."
Die drei schnellsten Zeiten beim ersten City-Biathlon lieferten Andy Arens (U18, 19:10.5 Minuten, sechs Strafrunden), Tom Kerstges (Sen, 19:49.9 Minuten, drei Strafrunden) und Michael Kirch (Sen, 21:36.6 Minuten, sechs Strafrunden).
Lindsay Ahn

