So "Mini" ist er gar nicht mehr, aber die Erfolgsgeschichte soll ihren Namen behalten. Der neue Mini-Markt an der Hauptstraße in Raeren ist rund drei Mal so groß wie sein Vorgänger. Hier wollen die Betreiber ihre Geschichte weiterschreiben. Seit sie 2022 ihren ersten Laden in Raeren eröffnet haben, geht es für Christina Chaineux und ihren Mann vor allem bergauf. "Wir haben in der Corona-Zeit angefangen. Das war der ideale Zeitpunkt. So gingen die Leute wieder viel lokal einkaufen und mit und mit haben die Raerener die Gewohnheit angenommen, bei uns einzukaufen."
Zwei Tage vor der Neueröffnung ist Endspurt angesagt. Seit dem Wochenende ist der alte Laden zu, jetzt wollen 300 Quadratmeter Fläche bestückt und eingerichtet werden. Und so langsam zeigt sich, was die Betreiber seit einem Jahr im Kopf haben: ein buntes Angebot aus Lebensmitteln und Dingen für den täglichen Gebrauch.
"Es gibt zum Beispiel eine größere Auswahl an Tiefkühlsachen. Und man kann mit einem Einkaufswagen einkaufen, das ist viel gemütlicher - vor allem für Mütter mit Kindern oder wenn man schwere Sachen kaufen möchte. Wir haben jetzt auch täglich frisches Brot und viele Produkte von lokalen Unternehmen. Zuletzt haben wir hier natürlich auch endlich genug Platz zum Parken."
Am letzten Standort, einer alten Apotheke, stapelten sich manchmal Kunden und Waren um die Wette. Vor allem, weil das Angebot des Mini-Markt seit der Eröffnung ständig gewachsen ist - im Gegensatz zur Geschäftsfläche.
Jetzt hat der Markt also endlich Raum für Mehr. Zum Beispiel stehen laut Betreibern an die 200 Sorten Bier im Regal. Sie planen auch einen Automaten mit "Coffee to go" für die Mittagspause.
Die Betreiber passen ihr Angebot ständig an, so dass in den Regalen genau das steht, was die Raerener wollen. Das gilt auch buchstäblich: bei ausreichender Nachfrage landen Kundenwünsche direkt im Regal. Und das ist nur eine Zutat im Erfolgsrezept "Mini-Markt".
"Unser Geheimrezept ist unsere Freundlichkeit, die Nähe und dass wir sehr kundenorientiert sind. Und natürlich unsere Öffnungszeiten. Wir sind sieben Tage auf Sieben geöffnet, auch an Feiertagen und das mögen die Kunden natürlich."
Mehr Platz heißt mehr Waren, aber auch mehr Komfort für die Kunden - und die neun Angestellten. "Auch für unsere Mitarbeiter, wird es viel einfacher und viel ergonomischer. Wir haben jetzt auch zwei Kassen, das heißt, wenn viele Kunden da sind, dann kann man auch schnell eine zweite Kasse aufmachen."
2009 verabschiedete sich die Supermarktkette "Aldi" aus Raeren. Seitdem gingen an der Hauptstraße keine Lebensmittel mehr übers Band. Das Gebäude stand die meiste Zeit leer. Vor dem Umzug haben die neuen Mieter also viel Zeit und Mühe investiert, um den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Jetzt wird aus dem ehemaligen "Schandfleck" ein "Treffpunkt", denn ein Dorfladen ist so viel mehr als ein Supermarkt.
"Viele Leute treffen sich bei uns, sehen alte Bekannte, die sie lange nicht mehr gesehen haben. Leider gehen die Leute nicht mehr so viel in Cafés. Stattdessen treffen sie sich im Laden."
Für die Mini-Markt-Betreiber ist klar: Ohne Abnehmer verstaubt auch das beste Rezept im Regal. Sie freuen sich also auf alte und neue Kunden, mit denen sie wachsen - und ihr Ideal von der wohnortnahen Grundversorgung für alle Menschen im Dorf ausbauen können.
Der Mini-Markt ist ab Donnerstag an der Hauptstraße 114 in Raeren zu finden. Der Standort ist neu, die Öffnungszeiten bleiben. Am 29. Oktober gehen die Türen ab 8 Uhr morgens auf. Dann ist das Geschäft wie gewohnt täglich von 08h00 bis 18h30 geöffnet.
Anne Kelleter





Toll, daß das Konzept funktioniert. Für Raeren ist das eine echte Bereicherung. Ich wünsche für die Zukunft viel Erfolg und weiterhin ein gutes Händchen.
Bis bald im MiniMarkt