Gebaut wird nicht nur eine Sporthalle, sondern gleich zwei. Eine Trainings- und eine Meisterschaftshalle mit Tribünen für bis zu 500 Zuschauer, acht Umkleidekabinen, ein Fitnessraum, viel Staufläche und eine Cafeteria.
Schon jetzt reicht die aktuelle Halle nicht aus. Vereine führen Wartelisten für Kinder und Jugendliche, weil für zusätzliche Trainingszeiten der Platz fehlt. Dass die Halle marode und nicht sanierungsfähig ist, kommt hinzu.
Das Projekt ist in Raeren unstrittig. Die Opposition von Mit Uns beklagt aber, dass das Lastenheft am Ende doch unter Zeitdruck beschlossen werden muss, um die Zuschüsse der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu sichern. Mit Uns hätte zu Fragen wie dem Heizsystem gerne weitere Meinungen eingeholt. Kritisch sieht Mit Uns auch, dass viel Tageslicht in die Halle scheint. Das könne mitunter beim Sport blenden. Abhilfe sollen elektrisch verstellbare Jalousien bringen.
Bis Ende des Jahres sollen die fünf Baulose vergeben werden. Wenn dann alles glatt läuft, soll die Halle 2029 stehen. Und zwar direkt unterhalb der Siedlung Schöne Aussicht.
Mehr dazu im Interview mit Bürgermeister Mario Pitz, Sportschöffe Guido Deutz und Bauschöffe Thomas Schwenken.
Kfz-Zulassungsstelle
Die Gemeinde Raeren unterstützt eine Resolution, um die Kfz-Zulassungsstelle in Lontzen zu erhalten. Sie ist die einzige deutschsprachige Zulassungsstelle in Belgien. Der Föderalstaat erwägt, sie zu schließen. Gerade das sei ein Grund, sie zu erhalten. Einen entsprechenden Appell hat die Gemeinde Lontzen schon an die Föderalregierung gerichtet. Raeren schließt sich jetzt dieser Resolution an.
Raeren verschenkt Eisenbahnwaggon
Die Gemeinde Raeren muss einen Eisenbahnwaggon am Bahnhof aufgeben. Sie hatte ihn zusammen mit einem weiteren Waggon vor rund elf Jahren gekauft. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Waggon mit Asbest belastet ist. Außerdem wurde er im Laufe der Zeit durch Vandalismus stark beschädigt. Die Entsorgung würde die Gemeinde rund 30.000 Euro kosten. Daher verschenkt sie den Waggon an ein Unternehmen. Die Firma will den Wagen ausschlachten und anschließend den Rest auf eigene Kosten entsorgen.
Olivier Krickel



