Der Bürger sieht beim geplanten Dorfsaal noch einige offene Fragen. Unter anderem bezweifelt er, dass das Gebäude tatsächlich vor allem als Dorfsaal genutzt wird und nicht eher als Festsaal. Außerdem sei der Bütgenbacher Ortskern bereits durch den Tourismus und verschiedene Veranstaltungen belastet. Auch die Finanzierung des Projekts müsse genauer geprüft werden. Die Gemeinde habe bereits ihre Unterstützung in Aussicht gestellt, obwohl noch keine offiziellen Pläne vorlägen.
Bürgermeister Franzen antwortete im Namen des Gemeindekollegiums. Er bedankte sich dafür, dass der Bürger sein Recht auf eine Interpellation wahrgenommen hatte. Die Gemeinde stehe grundsätzlich hinter Initiativen aus der Bevölkerung. Vor einer weiteren Entscheidung müsse jedoch geklärt werden, ob der geplante Dorfsaal zu zusätzlichem Verkehr und mehr Lärmbelästigung führen könnte. Auch die langfristige Finanzierung müsse geprüft werden.
Eine verbindliche Zusage für einen finanziellen Zuschuss gibt es laut Gemeinde bislang nicht. Bütgenbach habe lediglich die Absicht erklärt, das Projekt finanziell unterstützen zu wollen. Der Interpellant sah sich durch die Antwort in seiner Anfrage bestätigt. Das Thema dürfte den Gemeinderat und Bütgenbach weiter beschäftigen.
Straßenarbeiten und Batteriespeicher
Der Gemeinderat genehmigte außerdem Arbeiten am Landwirtschaftsweg "Zum Steg". Zwischen der Kreuzung an der Warche und der Ravel-Auffahrt soll der Straßenbelag erneuert werden. Vorgesehen sind die Bearbeitung der obersten Schicht, eine anschließende Behandlung und Verdichtung sowie eine doppelte Teerung. Die Kosten belaufen sich auf rund 34.500 Euro. Mehrere Gemeinderatsmitglieder betonten, dass auch künftig weitere Straßen saniert werden müssten, da sich einige in einem schlechten Zustand befänden.
Ein weiterer Beschluss betrifft die Trinkwasseranlage in Elsenborn. Dort produziert eine Photovoltaikanlage mehr Strom, als die Gemeinde selbst benötigt. Um überschüssige Energie speichern zu können, soll im Rahmen des Energie- und Klimaplans der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein Batteriespeicher angeschafft und installiert werden.
Das Projekt kostet insgesamt 80.000 Euro. Die DG übernimmt davon 64.000 Euro. Durch den Speicher will die Gemeinde jährlich rund 23.000 Kilowattstunden Strom weniger zukaufen und etwa 8.000 Euro einsparen. Der Eigenanteil der Gemeinde von 16.000 Euro soll sich dadurch nach rund zwei Jahren amortisieren.
Weitere LED-Leuchten für 2027 geplant
Auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED soll weitergehen. 2027 sollen Ores zufolge weitere 29 herkömmliche Leuchten in Elsenborn, Weywertz und Nidrum durch LED-Lampen ersetzt werden. Die Kosten liegen bei knapp 12.000 Euro, wovon die Gemeinde rund 8.500 Euro übernimmt.
Mit diesen Arbeiten soll die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf dem gesamten Gemeindegebiet im Jahr 2027 abgeschlossen werden.
Robin Emonts