Im Konflikt um die Schließung der KFZ-Zulassungsstelle (DIV) gibt es Bewegung. DG-Minister Gregor Freches sagte dem BRF, "es zeichne sich eine Lösung ab, aber die sei noch nicht spruchreif". Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass die DIV beim Zollamt am Grenzübergang Lichtenbusch auf dem Gebiet der Gemeinde Raeren unterkommt. Das hätte den Vorteil, dass sie dort keine Miete zahlen müsste.
Freches wollte diese Piste noch nicht bestätigen, da noch "Gespräche über Details stattfinden müssen, bevor eine Lösung öffentlich gemacht werden kann". Ob es also tatsächlich ein Umzug nach Lichtenbusch wird, ist aktuell nicht hundertprozentig sicher.
Ende Juli war bekannt geworden, dass die DIV-Stelle in Lontzen ab Januar 2027 ersatzlos gestrichen werden soll. Grund war unter anderem, dass die wallonische Verwaltung ab dann von der föderalen Verwaltung Miete für die Räumlichkeiten der DIV fordern will.
Die DIV ist aktuell neben der Prüfstelle (TÜV) im Lontzener Industriegebiet angesiedelt. Es ist die einzige deutschsprachige Anlaufstelle der Zulassungsbehörde und auch die einzige im Bezirk Verviers. Die nächste Stelle der DIV wäre in Wandre bei Lüttich. Um zu gewährleisten, dass Bürger weiterhin wohnortnah und in ihrer Muttersprache bedient werden können, hatten mehrere Gemeinden im Bezirk Verviers, darunter Lontzen, sich für den Erhalt einer zweisprachigen Anlaufstelle in der Region eingesetzt.
ake