Seit 37 Jahren steht die Krebshilfe Betroffenen und ihren Angehörigen zur Seite. Für viele Krebskranke ist die VoG längst zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle geworden. "Der wichtigste Dienst ist unser Fahrdienst. Wir haben sechs Fahrzeuge, die laufen die ganze Woche, jetzt mittlerweile auch für die Dialysepatienten schon seit einigen Jahren", erklärt Monika Schröder, die Präsidentin der VoG.
"Dann haben wir eine Selbsthilfegruppe, die wird unterstützt. Mit dem Krankenhaus St. Vith arbeiten wir zusammen in Sachen Sozialkosmetik, also beispielsweise für Massagen. Wir unterstützen die Patienten auch bei Perücken, spezieller Nahrung und Medikamenten."
Damit diese wertvolle Hilfe auch in Zukunft bleibt, findet am Sonntag wieder der jährliche Spendentag der Krebshilfe statt. Dabei haben die Menschen aus den fünf Eifelgemeinden sowie Weismes und Malmedy neben dem Spendentelefon (080/340.742) auch die Möglichkeit, beim Tag der Krebshilfe in Deidenberg im Saal "Zum Tünnes" vorbeizuschauen - dort wird neben musikalischer Unterhaltung und Tanzdarbietungen auch der Montenauer Schinkenteller angeboten. Schon jetzt sind über 1.000 Teller vorbestellt worden.
In den letzten Jahren war der Spendentag immer ein voller Erfolg. Die Spendenrekorde wurden regelmäßig übertroffen. Doch damit die VoG am Sonntagabend zufrieden sei, brauche es nicht zwingend weiteren Rekordspenden, so Schröder. "Wir sind vollstens zufrieden, wenn die Leute uns ihr Vertrauen schenken. Wenn sie sich darüber freuen, dabei zu sein und zu sehen, was geboten wird."
"Alles, was die Leute uns spenden, wird gut angelegt und das wird gebraucht, ob das jetzt 10.000 Euro mehr oder weniger sind. Es wäre natürlich schön, wenn es mehr würde, aber es ist auch nicht schlimm, wenn es weniger ist. Das, was kommt, das freut uns und ich bedanke mich schon im Voraus für die großzügigen Spenden bei allen: bei den Selbstständigen, bei den Fahrern und bei unserer Bevölkerung in Ostbelgien. Das ist wirklich schön. Diese Unterstützung freut mich jedes Jahr und das spornt einen immer wieder aufs Neue an", so Schröder.
Auch nach dem Tod der Gründerin Liliane Müller-Parisse im letzten November soll die VoG in ihrem Sinne weitergeführt werden. "Es beweist sich ja jedes Jahr aufs Neue wieder. Es läuft. Die Menschen sind zufrieden mit uns und Liliane, sie hat das so organisiert und ich denke, wir machen es weiter so. Es könnte gar nicht besser laufen."
Um die Zukunft der Vereinigung macht Monika Schröder sich jedenfalls keine Sorgen. "Wir haben im Moment wirklich sehr viele junge Leute, auch durch die Tanzgruppen, die sich freiwillig melden. Das freut uns sehr. Und sie bringen dann natürlich auch noch viele andere junge Leute mit. Es gibt Junggesellenvereine oder Dorfgemeinschaften, die etwas organisieren und dann auch spenden wollen. Also wir fühlen uns sehr gut durch die jungen Leute unterstützt."
Für Monika Schröder und ihre Mitstreiter ist klar: Solange Menschen auf die Unterstützung der Krebshilfe angewiesen sind, wird die Vereinigung für sie da sein.
Am Sonntag (18. Oktober) läuft das Spendentelefon von 9 bis 19 Uhr (080/340.742). Der Spendentag wird ab 11 Uhr in der Halle "Zum Tünnes" in Deidenberg gefeiert.
Lindsay Ahn