Wer leert die BISA-Tonne? Wo gibt es Abendkurse? Und wer unterstützt Menschen in der Pflege? Hinter vielen alltäglichen Angeboten stehen VoGs - Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht. In Ostbelgien arbeiten rund 1.850 Vollzeitäquivalente im nicht-kommerziellen Bereich. Hinzu kommen tausende Freiwillige.
Von Sport und Kultur bis Pflege und Beratung
VoGs sind in vielen Lebensbereichen aktiv: Sie bieten Sport- und Kulturangebote, engagieren sich in der Jugend- und Erwachsenenbildung und leisten Arbeit in der Pflege, Beratung und im Verbraucherschutz. Trotzdem bleibt oft wenig sichtbar, wie stark sie den Alltag in der Region prägen.
Das möchten AnikoS und AGV329, die Arbeitgeberverbände des nicht-kommerziellen Sektors, mit der Kampagne "Meine VoG" ändern.
Geschichten und Beispiele aus der Region sollen zeigen, welche Leistungen ohne diese Organisationen wegfallen würden."VoGs sind systemrelevant. Wenn die VoGs aus der Landschaft weggedacht werden, fallen eine ganze Reihe von Dienstleistungen einfach weg", sagt Christophe Ponkalo, Präsident von AnikoS.
Eine fiktive Ostbelgierin führt durch den Alltag
Im Zentrum der Kampagne steht Anika, eine fiktive Ostbelgierin. Sie begegnet VoGs beim Sport, in der Kultur, bei Weiterbildungen und in der Gesundheitsversorgung. Die Beispiele stammen von Mitgliedsorganisationen, die Zahlen, Fotos und Geschichten beigesteuert haben. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es auf meine-vog.be.

Neue Plattform startet am 1. November
Ab dem 1. November soll Anika auch als digitale Lotsin auf meine-vog.be unterwegs sein. Mithilfe künstlicher Intelligenz soll sie Nutzern dabei helfen, Informationen aus einer Wissensdatenbank schneller zu finden. Das Nachschlagewerk soll unter anderem Fragen zu Personal, Finanzierung und Management beantworten.
Die Plattform soll VoGs außerdem ganz praktisch unterstützen. "Auf dem Portal können Organisationen Räumlichkeiten vermieten oder anbieten. Man kann unsere Beratungsangebote online nutzen. Später soll es auch einen Veranstaltungskalender oder ein Jobportal geben", erklärt Stefan Braun, Koordinator des AGV329.
Das Ziel: den Sektor sichtbarer machen, Wissen bündeln und die Organisationen besser vernetzen. Denn hinter vielen selbstverständlichen Angeboten in Ostbelgien stehen Menschen und Einrichtungen, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind - für viele aber unverzichtbar.