In Lüttich haben die Schülerproteste am Dienstag angehalten. Ein großer Demonstrationszug startete an der Place Saint-Lambert. Vor einer Sekundarschule schlugen Demonstranten Scheiben ein und zündeten eine Mülltonne an. Es wurden auch viele Böller und Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei rückte an. Zahlreiche Geschäfte waren geschlossen, der Verkehr in der Innenstadt war stark beeinträchtigt.
In Charleroi blieb es am Dienstagmorgen ruhig.
Seit dem Beginn der Schülerproteste gab es 20 gerichtliche Festnahmen, 17 davon waren Minderjährige. Ein 13-Jähriger wurde dem Gericht vorgeführt. Er soll online dazu aufgerufen haben, mit Benzinkanistern eine Schule anzuzünden.
Am Montag wurden 22 Polizisten verletzt. Die Staatsanwaltschaft kündigte "Nulltoleranz" an.
Die Schüler in der Französischen Gemeinschaft protestieren vor allem gegen die Reform von Bildungsministerin Glatigny. Sie fordern bessere Gebäude, angepasste Unterrichtszeiten und anwesende Lehrer. Vor allem wollen sie gehört werden. Mit der Ministerin sprächen sie zwar, sie fühlten sich aber nicht ernst genommen. Die Gewalt bedauere man. Viele Krawallmacher seien aber keine Schüler. Die Proteste endeten, wenn die Ministerin reagiere und Schüler mitreden dürften.
belga/vk