Punkt 12 Uhr hielten sich tausende Menschen an den Händen oder an Bannern oder Schals und bildeten eine Kette entlang der Straße. "Das so viele Menschen gekommen sind und sich mit uns zusammen gezeigt haben, hat mich sehr überwältigt", erklärte die Organisatorin der Menschenkette, Andrea Claessen, kurz nach der Veranstaltung.
Gegen Ende der Menschenkette hielten die Teilnehmer weiße Blätter hoch. "Die Blätter stehen für den Neuanfang, den wir uns wünschen. Sie stehen für unseren Wunsch nach mehr Klimagerechtigkeit und der Einhaltung des Grundgesetzes."
Für die Organisatoren der Kette im Grenzgebiet hatte die Aktion noch eine zusätzliche Bedeutung. "Es brennt hier immer noch im Hohen Venn. Das zeigt, dass der Klimawandel hier angekommen ist. Und weil das Hohe Venn keine Grenzen kennt, war es uns besonders wichtig, auch grenzüberschreitend ein Zeichen der Verbundenheit und der gemeinsamen Verantwortung für diese einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu setzen".
"Mit der Aktion wollen wir die Menschen aus der Ohnmacht rausholen und zeigen, dass wir doch viele sind. Wir sitzen alle auf diesem Planeten in einem Boot und es geht nur gemeinsam".
Angemeldet für die Strecke zwischen dem Aachener Dom und Kelmis waren rund 1.800 Menschen. Tatsächlich waren es mehr. Die Organisation geht nach eigenen Zählungen von mehreren tausend Personen aus. "Die Kette war über sehr lange Strecken geschlossen", freute sich Claessen.
Radio-Interview mit Andrea Claessen im Player:
Anne Kelleter



Reine Gefühlsduselei. Solche Aktionen haben keinen praktischen Wert.
Klima gerettet, damit das eigene Gewissen beruhigt und jetzt sorglos Party machen.