In Lüttich ist es bei Schülerprotesten erneut zu Ausschreitungen gekommen. Nach einer ersten Bilanz der Polizei waren am Freitagvormittag zwischen 500 und 600 Demonstranten unterwegs. Es kam zu Sachbeschädigungen, vier Personen wurden festgenommen.
Nachdem es bereits am Donnerstag zu Ausschreitungen gekommen war, blieben am Freitag mehrere Schulen in Lüttich vorsorglich geschlossen. Dennoch zogen einige hundert Schüler durch die Stadt und von Schule zu Schule.
Nach Angaben der Ordnungskräfte versuchten Jugendliche, gewaltsam in mehrere Schulen einzudringen, beschädigten Stadtmobiliar und bewarfen Bildungseinrichtungen mit Gegenständen. Auch mehrere Geschäfte wurden beschädigt.
Die Unterrichtsministerin der Französischen Gemeinschaft, Valérie Glatigny, hat die Gewalt während der Schülerproteste erneut scharf verurteilt. Schülern und Lehrern den Zugang zum Unterricht zu verwehren, Gegenstände auf die Polizei zu werfen oder Material und Schulgebäude zu zerstören, all das sei inakzeptabel, hieß es in einer Mitteilung der MR-Politikerin. Natürlich habe jeder das Recht, zu demonstrieren und seine Ablehnung zum Ausdruck zu bringen. Aber Gewalt lasse sich nicht rechtfertigen.
belga/rop